Mit Tischgesprächen nutzte die Evangelische Landjugend (ELJ) die Internationale Grüne Woche in Berlin, um sich für die Interessen junger Menschen auf dem Land einzusetzen. Prominentester Gast war Bundesjugendministerin Franziska Giffey. Über eine Stunde Zeit nahm sich Martin Schöffel, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag am Stand der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen (ejl). Mit einem Theaterprojekt kamen Jugendliche und Fachleute beim Zukunftsforum ins Gespräch.

„Die Zukunft ländlicher Räume hängt davon ab, ob es gelingt, mit jungen Menschen ergebnisoffen gemeinsame Herausforderungen zu lösen“

betonte ELJ-Landessekretär Manfred Walter. Die Vielfalt evangelischer Jugendarbeit sei dabei auch ein wichtiges Lernfeld für Demokratie. Franziska Giffey verwies auf die Unterstützung durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes. Mit dem Fachprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ habe der Bund darüber ein zusätzliches Förderinstrument geschaffen, von dem auch die ländlichen Räume profitierten.

Wie Jugendbeteiligung konkret in Bayern verbessert werden kann, erörterte die ELJ in einer Gesprächsrunde mit dem Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, der als stellvertretender Vorsitzender des Agrarausschusses im Landtag für das Entwicklungsprogamm ländliche Räume zuständig ist. Gerade in der Dorferneuerung gehöre die Bürgerbeteiligung zu den wichtigsten Instrumenten. Auf Jugendliche müsse dabei besonders zugegangen werden, forderte Lea Pilhöfer, die für die ELJ das Strukturentwicklungsprojekt NOAH leitet.

Wie Jugendbeteiligung gelingen kann, zeigten Franziska Schmidt Leiterin des kommunalen Partizipationsprojekts „JEN“ aus Postbauer-Heng und der Theaterpädagoge Harald Hahn, der mit Methoden des Forumtheaters Jugendliche und Fachkräfte ländlicher Entwicklung ins Gespräch brachte. „Wir können viel reden“, erklärte Hahn: „Entscheiden ist, dass wir etwas tun.“