Die zahlreichen Besucher hatten schon mal eine gute Wahl getroffen, in dem sie zur traditionellen Erntedankfeier des Kreisverbandes Roth/Schwabach gekommen waren. „Wir haben die Wahl“ lautete das Motto des Abends in der Kulturfabrik in Roth. Wir alle haben ja tatsächlich jeden Tag die Lust- und auch die Qual der Wahl: als Landwirt, als Verbraucher, als Bürger und auch als Christ. Die ELJ-Gruppen und die Kreisvorstandschaft hatten aus diesem Motto einen bunten, witzigen und auch nachdenklichen Abend gestaltet. „Wir wollen Lebenslagen aufzeigen, wo man eine gute Wahl treffen kann“ meinte die Kreisvorsitzende, Katharina Seitzinger.

Zu Beginn wurde erst mal das Publikum getestet. Mit einem „Entweder – Oder“ Spiel durften sie ihre Vorlieben zu erkennen geben: Berge oder Strand?, Held oder Schurke?, Ostern oder Weihnachten? waren einige der Fragen, bei denen das Publikum abstimmen sollte.

Beim Wetter gibt es keine Wahl. Das mussten dieses Jahr die Landwirte erfahren. Der Kreisobmann des Bayrischen Bauernverbandes, Thomas Schmidt, erklärte, wo er in der Landwirtschaft aber trotzdem viele Wahlmöglichkeiten sieht.

Verbraucher haben durch ihr Kaufverhalten einen erheblichen Einfluß auf den Erfolg von regionalen Anbietern. Bei einer Spielszene wurde ein Verbraucher auf dem Weg durch den Supermarkt  von einem „Engelchen“ und einem „Teufelchen“ beraten. Geht es ausschließlich um die Bequemlichkeit und den Preis oder geht es auch um Nachhaltigkeit und Qualität? Meistens siegte an diesem Abend die Vernunft.

Die ELJ-Gruppen des Kreisverbandes hatten in den Wochen vor dem Erntedankfest an ihren Gruppenabenden ihre Entscheidungen zu den Themen „Essen“ „Trinken“ und „Freizeit“ getestet und gefilmt. Die kreativen Videofilme wurden dem Publikum vorgestellt.

In der Pause sorgten die ELJ-Gruppen für das leibliche Wohl der Gäste. Unter anderem wurde auch heuer wieder das „Ernte-Dank-Brot“ verkauft.

Dieses Jahr stehen ganz konkrete Wahlen bevor. Die Bezirks- und Landtagswahl und eine Woche später die Kirchenvorstandswahl. Hier appeliert die Evangelische Landjugend sich zu informieren und auf jeden Fall wählen zu gehen. Der Stellvertretende Landrat, Walter Schnell, betonte wie wichtig die Wahlen für eine funktionierende Demokratie sind. Er plädierte auch dafür, Extremisten keine Stimme zu geben: „Hass und Hetze dürfen keinen Eingang in unser Leben finden.“

Zur bevorstehenden Kirchenvorstandswahl wurden alle anwesenden Kirchenvorstandsmitglieder und KandidatInnen auf die Bühne gebeten. Sie berichteten, welche Motivation und welche Erfahrungen sie als Kirchenvorstände gemacht haben. „Der Kirchenvorstand ist schon wichtig, weil er uns als ELJ-Gruppe immer wieder den Rücken freigehalten hat“, meinte ein Gast, der sowohl Erfahrung als Kirchenvorstand als auch als ELJ-Vorstand hat.

Abgeschlossen wurde der Abend durch eine Andacht von Pfarrer Hadem aus Roth.  Er erzählte davon, dass Gott immer wieder Menschen auswählt. Nicht immer nur die vorbildlichsten Zeitgenossen. Also Menschen wie DU und ICH. „Wir haben die Wahl, ob wir Gott vertrauen, die Wahl annehmen und damit beitragen, das Gute in die Welt zu tragen“. Das Gute muss wachsen und braucht Hilfe. Es geht dabei um Treue, Mithilfe und Solidarität.