Weniger granteln – mehr füreinander tun

Heute: Jürgen, ELJ-Jugendbildungsreferent – Oberfranken-Oberpfalz und Präventionsreferent gegen (Rechts-) Extremismus „Plurability

Es war ein echt mieser Tag, nein, nicht zu wenig Kaffee – vielleicht braucht ihr Kaffee, weil der Text doch länger geworden ist, als ich ursprünglich dachte -, sondern zu viel Arbeit privat und dienstlich. Mitten in der Vorbereitung auf einen Termin bin ich auf diese Bibelstelle gestoßen:

„Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und freudig seist.

Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR,

dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“

(Josua 1:9 / LUT)

Mir war alles andere als freudig zu Mute:

Weder in dieser Situation und erst recht nicht, wenn ich an die  aktuelle weltweite-Corona-Pandemie denke.
Gerade Corona ist eine Zäsur, ein echter Einschnitt. Maßnahmen zum Schutz führten zu Beschränkungen, vieles veränderte sich ganz plötzlich – ob wir wollten oder nicht. Und die (Langzeit-) Folgen sind immer noch nicht abschätzbar. Eine ungewisse Zukunft …
Dabei soll ich nun „getrost“ sein? Eher der Verfasser scheint nicht „bei Trost“ zu sein.
Vieles lässt mich dann einfach Kopfschütteln, gerade wenn ich (Regierungs-) Maßnahmen nicht nachvollziehen kann – oder weil man mit der gleichen Menschengruppe in der einen Situation nahe sein darf und in der anderen nicht.
Anderes lässt mich am gesunden Menschenverstand zweifeln, wenn Menschen auf die Straße gehen, von fehlender Meinungsfreiheit, Zensur durch die Regierung schreien und gleichzeitig ihre Meinung öffentlich unter Schutz dieser Regierung kundtun.
Und mitten drin habe ich einfach nur Angst: Angst, dass meine Lieben krank werden; Angst, wie sich unsere Gesellschaft verändert; Angst dem – und vielleicht auch mir selbst – nicht mehr gerecht werden zu können. „Angst fressen Seele auf“, hat jemand einmal gesagt. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“ aber auch.

Es ist aktuell nicht ganz einfach, sich nicht grauen zu lassen und nicht zu entsetzen. Oder?

Und dann komme ich doch zum inne halten.
Zum einen wurde mein Termin verschoben und der Stressfaktor nahm gleich ab. Aber ich kam auch zum Nachdenken, veränderte meinen Blickwinkel: Ich habe einen mich begeisterten „Job“. Ich kann Hobby und Beruf verbinden und kann aktuell immer noch – zwar verändert – mit wunderbaren Menschen – wie Dich als Leser_in – arbeiten. In (virtuellen) Begegnungen kann ich echte Freude im Miteinander mehr machen entdecken. Mit Kleinigkeiten – ein Lächeln, ein blöder Kommentar weniger, mal unerwartet etwas verschenken, – was fällt Dir noch ein? – lässt sich einiges füreinander tun – gerade wenn man dazu in der Lage ist.

… denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

Und DAS ist DER #Mutmacher überhaupt:  Seine Zusage.
Sein Versprechen in Angst, im Grauen und Entsetzen bei uns zu sein und mit uns hindurch zu gehen. Aus der Dunkelheit zum Licht. Hoffnung, dass es wird, dass es gut wird.
Advent und Weihnachten eben.
Bleibe behütet und freudig,
Dein Jürgen
#miteinandermehrmachen

Jetzt: Habe Mut freudig und getrost zu sein.

Berichte uns.

… ganz einfach an Juergen.Kricke@elj.de

Alle Infos dazu findest Du hier: weniger granteln – mehr füreinander tun

Danke für jeden gesendeten #MUTmacher

Deine Landesvorsitzenden Sabine Groß und Michael Mößler