Was die Zukunft bringt – ELJ 4.0

Jugendliche der evangelischen Landjugend beschäftigen sich immer wieder mit denselben Herausforderungen: Warum besucht niemand mehr unsere Veranstaltungen? Warum hat niemand mehr Bock was zu machen? Warum fehlt uns der Nachwuchs?

Diese Fragen gingen alle Teilnehmer der Bezirksversammlung Mittelfranken am 23. September 2018 in Heilsbronn auf den Grund. Die ELJ-Mitglieder (evangelische Landjugend) kamen aus der Region Gunzenhausen, Rothenburg o. d. Tauber, Weißenburg und Uffenheim und gehören unterschiedlichen Gremien (Bezirks-, Kreisverbände, Bezirksreferenten) an. Durch den Tag führte die Moderatorin Eva Pitzer aus Nürnberg, die eine „Zukunftswerkstatt“ in drei Abschnitte aufteilte:

In der ersten Phase konnten die Beteiligten es Kritik hageln lassen. Nur so können bestehende Probleme erkannt, verändert oder sogar behoben werden. Häufig nannten die Teilnehmer, dass die „Attraktivität“ der Veranstaltungen, sowie die Verantwortungsübernahme darüber, fehle. Zudem werde dies immer weniger wertgeschätzt. Viele Jugendlichen sei der Spagat zwischen Ehrenamt, Ausbildung, Arbeit und Freizeit oft auch zu groß. Ebenso hätten Medien einen häufig negativen Einfluss auf die Kommunikation. Früher wäre Face-to-Face kommuniziert und somit schneller etwas realisiert worden. Heute passiere dies meist über das Handy, jedoch oft nicht zeitnah. Durch die Überflutung der Angebote (vor allem über Netzwerke) fällt das Entscheiden, Zu- oder Absagen deutlich schwerer. So passiert es, dass die Motivation, etwas gemeinsam zu unternehmen/organisieren, schneller auf der Strecke bleibt. Das „Zugpferd“ möchte sich nicht für etwas festlegen, sodass der Abend auch schnell im Sand verlaufen kann. Die Phantasie konnte in der zweiten Phase angeregt werden. Wenn alles möglich wäre, gäbe es auf ELJ Veranstaltungen immer exclusive Gastgeschenke, einen Hol- und Bringservice und gefilterte Einladungen nach eigenen Interessen. Da viele dieser kreativen Inhalte natürlich nicht realisierbar sind, folgte die letzte Verwirklichungs- und Praxisphase. Unter anderem entstand die Idee Schulungen für Vorstände zu geben, mit den Inhalten: Was macht eigentlich der Vorstand? Was bringt es mir persönlich dieses Amt zu übernehmen? Unwissen und Ungewissheit kann so genommen und die Wertschätzung gesteigert werden.

Fazit des Tages: Es muss etwas getan werden! Veränderungen in den Bereichen Motivation, Kommunikation und Inhalt. Wenn jeder dies geschickt anstellt erreichen wir sehr viel! Jedes einzelne ELJ-Mitglied kann sich aus der ehrenamtlichen Jugendarbeit persönlich etwas mitnehmen; wie beispielsweise Erfahrungen im Kassier Wesen für den späteren Beruf, Verantwortung für Mitglieder und/oder Veranstaltungen, Aufgaben gewissenhaft erledigen, verteilen, organisieren und/oder zu diskutieren.

Damit dieser Tag und die daraus resultierenden tollen Ergebnisse nicht in Vergessenheit geraten und die ELJ noch lange daraus zehren kann, wird der Bezirksverband ein Thesenpapier entwickeln. Darauf können alle ELJ-Gremien zugreifen und ihre Arbeit aktiv darauf aufbauen. Die anfangs gestellten Fragen gehören dann nicht mehr der Zukunft, sondern der Vergangenheit an.

Am Ende der produktiven Phase konnte konkret mit Neuwahlen in die Zukunft gestartet werden. Der alte Bezirksverband und Kassier wurden entlastet. Herzlichen Glückwunsch an den neuen Vorstand Tino Neber (KV Gunzenhausen), Stellvertreterin Nora Jung (KV Rothenburg) mit Michael Präger als Kassier (KV Rothenburg) und Miriam Ertel (KV Gunzenhausen) als Beisitzerin. Wenn auch Ihr die Zukunft der ELJ aktiv mitgestalten und positiv verändern wollt, seid gern bei der nächsten BV Sitzung am 31. Oktober 2018 in der Bezirksstelle in Ansbach dabei! Viel Erfolg und einen guten Start in die Zukunft – ELJ 4.0.

Laura Höhn