Auf Einladung des ASA-Kreisvorsitzenden Markus Korbacher diskutierte der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer mit dem Agrarsozialen Arbeitskreis Rothenburg. Der fränkische Abgeordnete ist Mitglied in den Ausschüssen für Landwirtschaft und für Umwelt des Deutschen Bundestags und selbst praktizierender Landwirt.

Ein Dauerthema innerhalb der Landwirtschaft ist für Auerhammer die Öffentlichkeitsarbeit. Eine Entfremdung von der landwirtschaftlichen Produktion ist mittlerweile selbst bei Dorfbewohnern zu spüren. Gleichzeitig herrscht bei Großteilen der Bevölkerung eine Sehnsucht nach dem Landleben. Jeder Landwirt ist gefragt, für ein positives Bild von der eigenen Arbeit zu sorgen.

Großen Nachholbedarf für den ländlichen Raum sieht Auernhammer im Breitbandausbau. Hier sind nicht nur die Dörfer, sondern auch die Ackerflächen zu berücksichtigen. Denn in Zeiten von Landwirtschaft 4.0 benötigen auch die Schlepper Empfang. Durch die rasante Entwicklung in diesem Bereich werden künftig angepasste Regelungen für den Datenschutz in der Landwirtschaft erforderlich.

Zu den Aufgaben der neuen Bundesregierung wird die Verbesserung des Tierwohls gehören. Um von der Anbindehaltung wegzukommen, wird die neue Bundesregierung auf finanzielle Anreize zur Umstellung setzen. Ein Verbot würde nur dazu führen, dass Betriebe mit Anbindehaltung aus der Landwirtschaft aussteigen.

Diskutiert wurden der Flächenverbrauch und die Ansiedlung von Supermärkten und Lagerhallen außerhalb der Ortschaften. Auernhammer bedauerte, dass die Schaffung von neuem Wohnraum in Dorfkernen oft daran scheitert, dass Erben die alten Häuser nicht verkaufen. Bei ökologischen Ausgleichsflächen wäre es sinnvoll, dass diese innerhalb der betroffenen Kommune entstehen und nicht außerhalb. Möglichkeiten bestehen viele, wie beispielsweise die Begrünung von Dächern.

Angesprochen auf die politische Arbeit in Berlin kritisierte Auernhammer, dass durch die Verschiebung der Parteienlandschaft nach Rechts eine sachorientierte Politik und die politische Kultur im Bundestag stark leiden.