Egal ob frische Milch oder knackiger Salat: Bayerische Landwirte setzen Spitzentechnologie ein, um hochwertige Produkte zu erzeugen. Was dabei genau abläuft, wissen oft selbst eingefleischte Dörfler nicht mehr. Denn schnell verläuft die Technisierung und Digitalisierung – und mancher Landwirt hat bereits aus Platzgründen einen neuen Standort außerhalb des Dorfkerns gefunden.
Der Agrarsoziale Arbeitskreis (ASA) will das gegenseitige Verständnis von Landwirten und Nichtlandwirten fördern. Denn so kann es gelingen, daß Menschen im ländlichen Raum einander wahrnehmen und eine Gemeinschaft bilden können. Auf Einladung des ASA-Landesvorstands verbrachten deshalb Pfarrer und Ehrenamtliche einen gemeinsamen Tag auf den Bauernhöfen der Milcherzeuger Udo Faßold (Dachsbach) und Stefan Groß (Kairlindach). Ziel war es, über die Auswirkungen der Technisierung und Digitalisierung auf den Betrieben ins Gespräch zu kommen. Gekommen waren kirchliche Mitarbeiter aus den Bereich der landwirtschaftlichen Familienberatung, der kirchlichen Umweltarbeit und der Evangelischen Bildungszentren.
Während bei Udo Faßold die Auswirkungen von Robotersystemen auf den Alltag im Stall in Fokus standen, stellte Stefan Groß die Gründe einer geplanten Aussiedlung aus dem Dorf dar. Beide Landwirte machten deutlich, dass das Wissen über Landwirtschaft auch im ländlichen Raum im Abnehmen begriffen ist. Jedoch fühlen sich beide in ihrem Umfeld gut aufgehoben. Deutlich wurde, dass der Einsatz von Hochtechnologie, wie Melkroboter oder Einstreuroboter, sowohl für die Arbeitskräfte als auch das Tierwohl positiv zu beurteilen sind.