Zwei Azubis haben sich auf den Weg gemacht und sind zur großen Agrardemo in die Landeshauptstadt gefahren. Ermöglicht hat den abenteuerlichen Roadtrip ihr Chef Jürgen Pfänder. Er hat den beiden jungen Landwirten kurzer Hand zwei seiner Schlepper zur Verfügung gestellt. Allein diese Großzügigkeit zeigt schon, wie sehr es dem Ohrenbacher Landwirt am Herzen liegt, im Namen der Landwirtschaft ein Zeichen zu setzen.

Bei der Versammlung des ASA Rothenburg berichtete er auf Einladung des ersten Vorsitzenden Markus Korbacher von der Demo – und warum diese so entscheidend für die heimische Landwirtschaft ist.

Organisiert wurde die Demo von „Land schafft Verbindung“. Wie Pfänder ausführte, haben viele Menschen ein verkehrtes Bild von der heimischen Landwirtschaft – wozu auch eine oft einseitige Berichterstattung in den Medien beiträgt. Durch die Großdemo mit geschätzten 10 000 Schleppern sei es jedoch gelungen, die angespannte Lage der Bauern in die Medien zu bringen und sich damit in einer breiten Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. In Folge der Demo waren Beispiele positiver Berichterstattung zur besten Sendezeit im TV zu verzeichnen.

Mit der Demo sei es gelungen, dass „alle Bauern an einem Strang ziehen“. Diese Geschlossenheit tut dem Berufsstand gut, der im politischen und öffentlichen Diskurs die Einheit braucht, um besser Bestehen zu können. Die Solidarität der Berufskollegen war für die beiden Azubis bestimmt schon auf der Fahrt nach Berlin spürbar. Gemeinsam im Konvoi ging es stundenlang über die Autobahn, übernachtet wurde vor den Toren Berlins in einer ehemaligen Kaserne. An den Stopps gaben die Unterstützer und Organisatoren Gulasch und Würste aus.