ELJ Delegation informierte sich in Brüssel über die künftige EU-Agrarförderung

Einkommenssicherung, nachhaltiges Ressourcenmanagement, aber auch die Unterstützung des Generationenwandels bleiben wichtige Ziele der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ab 2020. Wie diese umgesetzt werden sollen, erläuterte Dr. Martin Scheele, Leiter des Referats Konzeption und Kohärenz der Europäischen Kommission bei einer Fachtagung des Bundesverbands ländlicher Bildungszentren in Brüssel, an der Hannes Groß, Stefan Funke und Manfred Walter für die ELJ teilnahmen.

Wichtiges Anliegen der Kommission sei es, die Wirksamkeit der Programme zu steigern. Ein von der EU aufgestellter Rahmen solle von den Staaten in nationales Recht umgesetzt werden. In der Summe solle der Agrarhaushalt um 5 Prozent schrumpfen, der Bereich der ländlichen Entwicklung sogar um 15 Prozent, vorausgesetzt der Brexit macht dem EU Haushalt keinen Strich durch die Rechnung.

Susanne Melior, MdEP betonte, dass dabei die Junglandwirteförderung nicht angetastet werde. Auch seien Zuschüsse zur Gründung von Start-Up-Unternehmen auf landwirtschaftliche Basis als Einkommensalternative junger Menschen im Gespräch. Das Programm ERASMUS+, mit dem die EU die Jugend- und Bildungsarbeit fördert solle ausgebaut werden. Auch wenn sie persönlich an der Sinnhaftigkeit zweifle, werde es wohl zumindest für einige Jugendliche kostenlose Interrail-Tickets geben, mit denen junge Menschen Europa entdecken könnten.

Dass die Ausgestaltung der Fördermittel in den Mitgliedsstaaten noch einiges an Spielraum zulässt, wurde beim Austausch der Teilnehmenden deutlich. Landjugendverbände, Kirchen, Naturschutzorganisationen, aber auch der Bauernverband könnten etwa im Begleitausschuss zum Entwicklungsprogramm ländliche Räume (ELER) ihre Position deutlich machen. Martin Scheele: „Für die Landjugend ist dabei mehr drin, als nur die Junglandwirteförderung.“