Eine Lanze für heimische Eiweißpflanzen brach Markus Heinz, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen in Triesdorf auf einer Abendveranstaltung des ASA Feuchtwangen.

Ackerbohnen, Erbsen, Soja und Süßlupinen zeichnen sich aus durch hohe Eiweißgehalte und sind damit in erster Linie geeignete Futtermittel für Rinder, Schweine, Geflügel oder Fische. Während gerade Soja in der menschlichen Ernährung sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreut, ist beispielsweise die Weiße Lupine aufgrund schwankender Gehalte an Bitterstoffen nicht die erste Wahl für die menschliche Ernährung.

In der Triesdorfer Saatzucht werden umfassende Anbauversuche mit der Weißen Lupine durchgeführt. Diese zeichnet sich aus durch gute Erträge, hohe Eiweißgehalte, eine gute Platzfestigkeit der Bohnen und eine Resistenz gegen die gefürchtete Pilzkrankheit Anthraknose. Sie könnte in Zukunft eine gute Alternative zu Importsoja sein und sich positiv auf Umwelt und Klima auswirken. Und das ist ein Nutzen, der ganz im Sinne des ELJ-Jahresthemas „Sei ein Trendsetter: Change your lifestyle – save the planet“ ist.