Mit einer Fotoaktion wehrt sich die Arge Landjugend (Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Landjugend im Bayerischen Bauernverband) gegen niedrige Lebensmittelpreise. Aktueller Auslöser ist die Kampagne eines Lebensmitteleinzelhändlers, der mit dem Slogan „Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten“ für seine Produkte wirbt.

Dazu Stefan Funke, Landesvorsitzender des Agrarsozialen Arbeitskreises (ASA) der ELJ und Mitglied der Arge: „Wir sind nicht damit einverstanden, dass Werbung mit Lebensmitteln auf Kosten der Preise und damit der Erzeuger gemacht wird.“ Die heimische Landwirtschaft leidet seit Jahren unter der Macht der Lebensmittelkonzerne – gemeinsam haben vier Konzerne einen Marktanteil von 85 Prozent. „Es ist wie David gegen Goliath, wenn Bauern mit dem Handel verhandeln“, so die Aussage der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu der verfahrenen Situation.

Niedrige Preise für Lebensmittel gefährden die Existenz unserer heimischen Landwirte und schaden damit dem ländlichen Raum. Wer hochwertige Lebensmittel erzeugt, muss angemessen entlohnt werden. Nur so können Landwirte die heimische Erzeugung sichern. Dieses Bewusstsein muss in den Köpfen der Verbraucherinnen und Verbraucher fest verankert werden. Werbung mit niedrigen Preisen geht deshalb gar nicht.