Das Pfund Hackfleisch für 2 Euro, die Packung Nudeln für 40 Cent? Sind solche Billigangebote ohne eine Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur möglich? Der Agrarsoziale Arbeitskreis (ASA) der Evangelischen Landjugend bezweifelt das.

Deshalb setzt der ASA ein Zeichen gegen unbedachten Konsum und Ausbeutung. Mit dem „Green Friday“ zeigt der ELJ-Arbeitskreis Kante gegen den „Black Friday“. Dieser findet bekanntlich am letzten Freitag im November – dieses Jahr am 27.11. – statt. An diesem Tag wirft der Einzelhandel flächendeckend Billigangebote auf den Markt.

Bereits am 23.11. startet die Aktion des ASA, die für faire Preise von Lebensmitteln wirbt. Mitmachen kann jede und jeder. Die Teilnehmenden sollen den Satz „Ich unterstütze faire Lebensmittelpreise, indem…“ mit eigenen Gedanken ergänzen und diese mit einem druckfähigen Autorenbild an simone.ebner@elj.de senden. Am Montag, den 23. November werden die Statements dann auf der ELJ-Homepage, den ELJ-Accounts auf Facebook und Instagram sowie beim Bayerischen Bauernverband (BBV) veröffentlicht.

Die Aktion versteht sich als Anregung, sich mit dem vielschichtigen Thema der Lebensmittelpreise zu beschäftigen. Sie setzt darauf, dass dabei ganz unterschiedliche Sichtweisen zu Tage treten. Denn, so ASA-Landesvorsitzender Stefan Funke: „Die Menschen bestimmen mit jedem Kauf, welche Art der Lebensmittelerzeugung sie unterstützen und welche Auswirkungen hinsichtlich Tierwohl und Umwelt berücksichtigt werden“.

Der Tag zu fairen Lebensmittelpreisen ist Teil einer Woche mit unterschiedlichen Themen, die alle zum „Green Friday“ stattfinden. Initiator ist die Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände im Bayerischen Bauernverband, in der die Bayerische Jungbauernschaft, die Katholische Landjugendbewegung, die Evangelische Landjugend und geschäftsführend der BBV vertreten sind.