Sabine Groß heißt die neue Landesvorsitzende der ELJ. In der ersten Landesvorstandssitzung macht sie deutlich, dass sie die Beteiligungskultur in der ELJ verbessern will: „Alle sollen das Gefühl haben, beteiligt zu sein!“ Dafür will sie auch neue Wege gehen.

Ihre Wurzeln hat die 28jährige in der ELJ-Ortsgruppe Kairlindach. Mit Vernetzung unterschiedlicher Regionen kennt sie sich aus. „Das Dorf liegt im Landkreis Erlangen-Höchstadt, also in Mittelfranken. In den Strukturen der ELJ gehören wir aber zum Bezirksverband Oberfranken-Oberpfalz.“ Dort war Sabine Groß sechs Jahre lang Bezirksvorsitzende und bringt sich zudem noch seit 2015 in den ELJ Landesvorstand ein. Als Agrarwissenschaftlerin arbeitet an der TU München und engagiert sich im Landesvorstand des Agrarsozialen Arbeitskreises.

„ELJ hat Stimme“, sagt Sabine Groß und wünscht sich, dass der Verband mehr davon Gebrauch macht. „Wir wissen, wie man Themen setzt, streitet und Kompromisse schließt und sollten öfter im Sinne junger Menschen den Mund aufmachen.“ Das Jahresthema „Gut essen – fair leben?“ sieht sie als gute Grundlage dafür. „Mit unserem Konsum setzen wir ein Statement“, analysiert Sabine Groß und findet: „Wir sollten das bewusster tun!“

Der Landjugendverband ist für Sabine Groß wichtiges Netzwerk für junge Menschen auf dem Land. „Durch ihr Konzept erreicht die ELJ junge Leute, die evangelische Jugendarbeit sonst nicht erreicht, das macht sie als Organisation auf dem Land so wichtig“. Von Kirche und Staat fordert sie mehr Unterstützung, insbesondere für die Hauptberuflichen, die die Gruppen vor Ort betreuen, damit die Stimme der Jugend besser gehört wird.