Mit meinem 10-jährigen Jubiläum verlasse ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge die ELJ. Diese 10 Jahre waren sehr prägend für mich! Alles begann mit der Frage: „Willst du in den KV?“ Ich wusste damals nicht so recht worauf ich mich da einlasse, vertraute aber meinen Freunden und meinem guten Gefühl und trat als Beisitzerin in den KV Nördlingen ein. Das war vor 10 Jahren!

In Erinnerung geblieben sind mir viele Sitzungen mit zahlreiche Diskussionen mit meinen geschätzten Vorsitzenden, tolle Klausuren (Treppenrutschen, nächtelange Gespräche, Kuscheldecken) und berauschende, innovative Veranstaltungen (Kickerturnier, Flohmarkt, Kinderfreizeit, Jubiläum) und natürlich die drei Stadtmauerfeste, bei denen ich aktiv war.

Danach war ich kurze Besucherin im BV, bevor ich mich in den LAVO wählen ließ. Die LAVO-Zeit war eine sehr aufregende Zeit und ein Highlight, an das ich mich gerne erinnere. Die entscheidungsträchtigen Sitzungen, die besonderen Veranstaltungen und vor allem die Landesversammlungen. Mit Schmunzeln denke ich an die ökumenische Landesversammlung mit den Engeln und Teufeln zurück. Eine weitere für mich prägende Landesversammlung war zum Thema Organspende und mit dem Zauberer, der an diesem Abend seine Kunststücke vorführte. Auch die Orange Night werde ich nie vergessen. All die Vorbereitungen und vielen Stunden der Diskussion und kreativen Spinnereien und dann hatten wir so eine Nacht! Was war das für ein unbeschreibliches Gefühl mit Betman auf der Bühne zu stehen und gemeinsam diesen Abend zu feiern!

Ich war fast ein bisschen traurig, als ich aus dem LAVO aussteigen musste, dennoch freute ich mich über meine Referententätigkeit. Wer hätte das gedacht, dass es mich Schwäbin nach Oberfranken/Oberpfalz verschlägt? Es war sehr schön, die Leute dort oben kennenzulernen. Engagierte Jugendliche, die mit Herzblut ihre Feste feiern, die sich gerne Zeit für mich nehmen und mir stolz ihre Projekte und Veranstaltungen zeigen. Vielen Dank für eurer Engagement und eure Zeit! Das war wirkliche eine Bereicherung und hat in mir den Wunsch hervorgerufen, noch mehr regional und innovativ mit jungen Menschen auf dem Land zu arbeiten. Es war spannend ein kleiner Teil eures Lebens sein zu dürfen und hat mir sehr gut getan euer schönes Oberfranken und die schöne Oberpfalz kennen zu lernen.

Was mich an der Landjugend am meisten geprägt hat, waren die wundervollen Leute, denen ich begegnet bin, deren Freundschaften meist ein ganzes Leben halten und deren Verbundenheit und Liebe jede länge Durststrecke überwindet. In der Landjugend ist man halt ein Team, kann wunderbar diskutieren, lachen und abends ein Bier zusammen trinken. Ich würde mir wünschen, dass alle Menschen diese Erfahrung spüren und so eine prägende Jugendphase haben können, wie ich. Gerne bleibe ich euch als Ehrenamtliche noch ein bisschen erhalten. Als Mitglied im ELAN und im TA bin ich gerne wieder mit am Start. Beruflich bin ich seit 01. Oktober in der Marktgemeinde in Postbauer-Heng (in der Oberpfalz) zu finden. Dort bin ich verantwortlich für ein bayernweit einmaliges Projekt für Jugendbeteiligung im ländlichen Raum, wo ich die Methode des Design Thinking ausprobieren kann.

Franziska Schmidt, ehemalige Bezirksreferentin Oberfranken-Oberpfalz