ELJ besteht seit mehr als 60 Jahren

Die Evangelische Landjugend in Bayern wurde 1953 in Wassertrüdingen gegründet, um jungen Menschen im ländlichen Raum eine demokratische und christliche Organisationsmöglichkeit zu bieten. Seit dem gestalten junge Menschen in den Ortsgruppen das kirchliche und dörfliche Leben mit.

ELJ steht auf zwei Beinen

Die Evangelische Landjugend ist von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen und steht auf zwei Beinen. Zum einen ist die ELJ als Nachwuchsorganisation des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) anerkannt, zum anderen versteht sie sich als eine Jugendarbeit der evangelischen Kirche auf dem Lande.

Vom demokratischen Geist bewegt

Für die ELJ war die Zeit des Nationalsozialismus besonders prägend. Sie wollte bewusst Lehren ziehen aus den Erfahrungen der Jahre 1933 bis 1945 und war deshalb von Anfang an demokratisch strukturiert und diesem Geist verpflichtet. Anfänglich sollten die Konfessionsgrenzen in den ländlichen Räumen keine Rolle spielen, aber die Abspaltung der Katholische Landjugend erforderte die Gründung einer Evangelische Landjugend und der Jungbauernschaft. Diese drei Jugendorganisationen sind auch heute flächendeckend in ganz Bayern aktiv und arbeiten intensiv zusammen.

1953 – ein bewegtes Jahr: mehr über die Gründung der ELJ.

Aufgaben der Evangelische Landjugend

In der Ordnungen und Satzungen des Jugendverbandes sind folgende Aufgaben definiert:

„Auf der Grundlage des Evangeliums von Jesus Christus fördert die ELJ Ortsgruppe die Entwicklung junger Menschen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Sie verwirklicht diese Arbeit insbesondere durch:

  1. DieBesinnungüberGlaubens-undLebensfragenunddurchdieMitgestaltungdes kirchlichen Lebens.
  2. Die Jugend- und Erwachsenenbildung und die Hilfe zur Gestaltung des Gemeinschaftslebens.
  3. Die Einübung in demokratisches Verhalten, die Befähigung zur Übernahme öffentlicher Verantwortung und die Förderung des gesellschaftspolitischen Bewusstseins.
  4. Die Verwirklichung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen.
  5. Die Förderung des agrarpolitischen Bewusstseins und das Eintreten für eine lebenswerte Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft und des ländlichen Raumes.
  6. Die Förderung des lebendigen Brauchtums und der Kultur.
  7. Das ökologische Lernen und Handeln sowie die Förderung des Umwelt- und Naturschutzes.
  8. Die Bewusstseinsbildung und Schaffung von Handlungsmöglichkeiten für Integration, Inklusion, Toleranz, Demokratie, globale Gerechtigkeit sowie Engagement für die Schwachen in der Gesellschaft.
  9. Die Durchführung von nationalen und internationalen Jugendbegegnungen, Projekten und Studienfahrten.

Dem ländlichen Raum verbunden

Die ELJ fühlt sich den jungen Menschen auf dem Dorf verpflichtet und fragt deshalb jeweils aktuell, welche Bedürfnisse und Notwendigkeiten vor Ort bei den Jugendlichen vorhanden sind. Damit möchte sie bewusst ein offenes Angebot für alle Jugendlichen sein und versucht deshalb die Zugangsschwelle zu ihren Angeboten möglichst niedrig halten.

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