Gebrauchsanweisung für die ELJ

 Selbstbewusstsein und Fairness als Grundregeln der Organisation

Download MustersatzungSatzungen und Ordnungen anderer Ebenen

Ortsgruppen, Kreis- und Bezirksverbände sind in der Regel als nicht eingetragene Vereine organisiert. Nach dem Vereinsrecht muss in Deutschland jeder Verein in Deutschland eine Satzung haben. Name, Sitz, Zweck, Ein und Austritt, Finanzen, Leitung sowie Rechte und Pflichten von Mitgliedern und Organisation sind darin festgelegt. Beeinflusst von den Erfahrungen der Jugendverbände in der Weimarer Republik und abgeschreckt von der Gleichschaltung der Jugend im Nationalsozialismus war den Gründervätern wichtig, die ELJ selbständig und gleichzeitig gemeinschaftsstiftend zu organisieren. Während das Konzept der evangelischen Gemeindejugend die Verantwortung für die Jugendarbeit bei Pfarrern und Kirchenvorständen beließ und den Jugendlichen über den Weg der Jugendausschüsse nur ein Mitbestimmungsrecht zuwies, schenkt die Satzung der ELJ Jugendlichen volle Selbständigkeit. Als Verein organisieren sie ihre Arbeit so, wie sie es für richtig halten.

Es lohnt sich, einmal den Ordner mit der Satzung zur Hand zu nehmen oder sie im Servicebereich der ELJ-Homepage herunterzuladen.

§ 1 Name, Sitz und Verbandszugehörigkeit

definiert den Namen der jeweiligen Untergliederung und weist sie als Teil der ELJ und über den Verein der Evangelischen Bildungszentren im ländlichen Raum in Bayern e. V. und das Diakonische Werk Bayern als Segment der evangelischen Kirche aus.

§ 2 Zweck, Aufgaben, Ziele

Dass ELJ-Arbeit dem Wohl junger Menschen dienen soll, ist in § 2 festgelegt. Wie groß dabei die Vielfalt von Themen, Aktionen und Inhalten sein kann, wird durch die Aufzählung deutlich.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Dass sie dabei zwar eigenwirtschaftlich handelt, aber keineswegs zum Geldverdienen gedacht ist, kommt in § 3 zum Ausdruck. Diese Formulierung ist die Grundlage für die Anerkennung als gemeinnütziger Verein durch das Finanzamt. ELJ-Gruppen mit diesem Status haben Steuervorteile und können Spenden entgegennehmen.

§ 4 Verhältnis zur Evang.-Luth. Kirchengemeinde und zu anderen Organisationen

könnte man mit „Verwandtschaft“ überschreiben. Die ELJ hat nicht nur intensive Beziehungen zur evangelisch-lutherischen Kirche, sie ist auch anerkannte Nachwuchsorganisation des Bayerischen Bauernverbands.

§ 5 Mitgliedschaft

Jeder, der die Ziele der ELJ fördern will, darf mitmachen. Das ist in § 5 geregelt. Dass die ELJ einen Mitgliedsbeitrag verlangt, unterscheidet sie von anderen Jugendgruppen, sichert aber ihre finanzielle Eigenständigkeit.

§ 6 Mitgliedsbeitrag

Wie in jedem Verein gibt es auch in der ELJ einen Mitgliedsbeitrag, über den Ortsgruppen, Kreis- und Bezirksverbände sowie der Landesverband ihre Arbeit finanzieren. Die Höhe legt jede Ortsgruppe selbst fest. 15 € pro Mitglied müssen jedoch an den Verband abgeführt werden. Davon finanzieren Kreis- und Bezirksverbände ihr Aktionen und der Landesverband die Arbeit der Bezirksreferentinnen und -referenten. So kommt der Mitgliedsbeitrag wieder den Ortsgruppen zu Gute.

§ 7 – § 9 Geschäftsjahr, Organe, Mitgliederversammlung

Während die Regelungen zum Geschäftsjahr und zu den Organen des Vereins in § 7 und § 8 eher formaler Natur sind, beschreibt § 9 das wichtigste Entscheidungsgremium der ELJ: Die Mitgliederversammlung. Einmal im Jahr kommen alle Mitglieder zusammen, diskutieren und entscheiden, was ihnen wichtig ist und wählen mit der Vorstandschaft ihre Leitung. Diese Selbstorganisation ist einer der Gründe, warum ELJ bei jungen Menschen beliebt ist: Sie entscheiden direkt, was sie betrifft.

§ 10 Der Vorstand

Jede Gruppe braucht eine Leitung. Wie das bei der ELJ aussieht, regelt § 10. Neben der Selbstorganisation und der eigenständigen Kassenführung ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau wichtiges Merkmal der ELJ. Vorsitz und Stellvertretung werden paritätisch besetzt.

§ 11 Haftung

Wo Menschen etwas unternehmen, kann auch immer etwas schief gehen. Damit diejenigen, die sich in der ELJ engagieren, Schäden nicht mit ihrem Privatvermögen bezahlen müssen, gibt es § 11. Die Haftung ist auf das Vereinsvermögen begrenzt. Zusätzlich besteht für jedes ELJ-Mitglied eine Haftpflichtversicherung. Doch Achtung! § 11 schützt nicht vor Dummheit und Gewalt. Bei Absicht oder grober Fahrlässigkeit gilt das Durchgriffsrecht auch bei der ELJ.

§ 12 Rechnungsprüfer bzw. Rechnungsprüferinnen

Rechnungsprüfer nach § 12 haben im Vereinsrecht eine wichtige Kontrollfunktion. Anhand der Kasse überprüfen sie, ob die Vorstandschaft korrekt arbeitet.

 § 13 Beurkundung der Beschlüsse

„Wer schreibt, der bleibt!“ heißt es im Volksmund. Damit Entscheidungen klar und nachvollziehbar sind sowie zur Dokumentation der aktuellen Arbeit für zukünftige Generationen verpflichtet § 13 die Vorstandschaft, über Sitzungen und Mitgliederversammlungen ein Protokoll zu führen.

§ 14 Auflösung des Vereins

Auch wenn es Gruppen gibt, die 60 Jahre und älter sind, gibt es Gründe, eine ELJ aufzulösen. Wie man das macht, steht in § 14. Wichtig dabei ist, dass das Vermögen in der Kasse und auf der Bank einem gemeinnützigen Zweck zugeführt wird. Wer sich aus Unachtsamkeit oder Absicht privat bereichert, macht sich strafbar!

§ 15 Inkrafttreten

Damit die ELJ auch eine richtige ELJ ist, muss die Satzung von Gründungsmitgliedern und Vorsitzenden der Ortsgruppe, aber auch von den Verantwortlichen des ELJ-Landesverbands unterschrieben werden. Dies regelt § 15. Ohne Unterschrift der Landesvorsitzenden ist die Satzung nicht gültig.

Service für Euch!

Weil die Satzung wertvoll und wichtig, aber manchmal auch nicht ganz einfach ist, gibt es Hilfe. Bezirksreferentinnen und Bezirksreferenten vor Ort sowie die Mitarbeiter der Landesstelle unterstützen und beraten gerne bei Fragen vor Ort, damit das Erfolgsrezept der Satzung auch in Zukunft gelingen kann.

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