Die Erntedankfeier des Kreisverbandes Roth/Schwabach: anregend, witzig, kreativ. Wieder einmal hatte der Kreisverband Roth/Schwabach zu seiner traditionellen Erntedankfeier nach Roth eingeladen. Das Motto diesmal: „Wie is(s)t die Welt“.

Ein Abend rund um das Essen und wie man in Deutschland und der Welt damit umgeht. Der fiktive Fernsehsender „ELJ-TV24“ präsentierte einen Themenabend. Die verschiedenen ELJ-Gruppen hatten dazu Beiträge aus aller Welt vorbereitet. So gab es eine  u.a. „Live-Schaltung“ in eine Mongolische Jurte von der ELJ-Barthelmesaurach. Die ELJ-Zwieseltal machte das Fast-Food Verhalten in den USA zum Thema. Die ELJ-Wassermungenau zeigte, mit einem Animationsfilm mit Barbiepuppen,  italienische Essensregeln.

Bei der Schaltung von „ELJ-TV24“ nach Brasilien, berichtete der Agrarreferent  Peter Schlee von den langen Beziehungen der Evangelischen Landjugend nach Brasilien und den Projekten, die die Evangelische Landjugend seit Jahren unterstützt.

Aber auch über den Umgang mit Lebensmitteln in Deutschland machte sich die ELJ Gedanken. In einem Anspiel thematisierten ELJ´ler die steigende Zahl von Nahrungsunverträglichkeiten, die vielen Food-Trends, die sich immer wieder ablösen und auch die vielen Widersprüchlichkeiten, die es rund um das Essen gibt. So wird immer mehr Wert auf Essen gelegt, aber immer weniger Menschen kochen selbst. Es wird immer mehr Wert auf Tierschutz gelegt, aber trotzdem wird von den Verbrauchern nach  billigstem Fleisch gegriffen.

Landrat Herbert Eckstein und der Leiter des AELF-Roth, Werner Wolf, dankten den Bäurinnen und Bauern für ihre wertvolle Arbeit. Sie prangerten aber auch Missstände in unserer Gesellsschaft an. So hat die Beziehung der Menschen zu Nahrungsmitteln abgenommen und durch die „Geiz ist geil“ Mentalität  ist viel an Wertschätzung für gute Lebensmittel verloren gegangen.

Zum Abschluss bedankte sich Dekan, Klaus Stiegler, in einer Andacht für die vielen Anregungen des Abends. Der Dank an Gott kommt aus der Erkenntnis, dass man alleine nicht alles ausrichten kann.  Dieser Dank weitet auch den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Man kommt als Christ zu der Frage, wie gerecht die Zustände in unserem Land und in der Welt sind und was man zu einer Veränderung beitragen kann.

 

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