„Auf geht´s Land“ – 2016_04_Landkonferenz_Reiner SchübelUnter diesem Titel will die Erste Ökumenische Landkonferenz am kommenden Wochenende mit spannenden Gästen und einem Podium motivierende Impulse in Kirche, Politik und Gesellschaft auf dem Land geben.

Zum Abschlusspodium, bei dem die „Niederalteicher Thesen“ vorgestellt werden, kommt Kirchenrat Reiner Schübel, Referatsleitung Diakonie und themenbezogene Dienste im Landeskirchenamt der Evang.-Luth. Kirche Bayern. Vorab hat Patrick Wolf, ELJ-Referent für Öffentlichkeitsarbeit ihm drei Fragen gestellt:

Von der Landessynode zur Landkonferenz: Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem Schwerpunktthema bei der Landessynode in Ansbach mit?

Ein wesentlicher Impuls ist, von den Menschen in ländlichen Räumen und den konkreten Situationen auszugehen und diese ernst zu nehmen. Das heißt die tatsächlichen Herausforderungen der jeweiligen ländlichen Räume nicht weg zu reden, sondern bewusst wahr zu nehmen. Problemstellungen müssen klar identifiziert werden. Dabei gilt es jedoch nach vorne blicken und nicht von den Defiziten her zu denken. Es ist wichtig die Chancen zu sehen. Die Kirche hat hier ihre spezifische Rolle: Sie ist dazu da, das Evangelium in Worte oder Tat zu zeigen und auszustrahlen – mit ihren Angeboten in Kirche und Diakonie. Das ist aber nicht auf eine Kirchengemeinde alleine, sondern auf den sozialen Nahraum bezogen. Die Einzelgemeinden sollten daher nicht nur ihre eigenen Kirchtürme sehen, sondern überlegen wer mit welchen Möglichkeiten ein kirchliches Angebot abdecken kann.

Was kann die Kirche für junge Leute am Land tun?

Wenn wir die Jugendlichen ernst nehmen, die bei der Synode aufgetreten sind, dann müssen wir sie als die Zukunft des ländlichen Raums verstehen. Wir müssen sie in ihren Anliegen ernst nehmen, genau hinhören und Interesse zeigen. Ihre Impulse sollten wir ernsthaft bedenken und in den Kirchengemeinden wertschätzen.

Mit was sollte sich die Landkonferenz am Wochenende beschäftigen?

Im Blick auf die Ökumenische Landkonferenz liegt es nahe, den Blick hin zu einem ökumenischen Miteinander zu weiten. Es ist wichtig, nicht nur evangelisch-intern die Veränderungen ländlicher Räume zu denken, sondern die katholischen Partner in die eigenen Überlegungen von Modellen im Sozialraum einzubeziehen. Das heißt: über den evangelischen Kirchturm den Blick hin zum katholischen Kirchturm zu wenden und sich am runden Tisch zusammen zu setzen. Wir können als Kirchen beide nur gewinnen, wenn wir gemeinsam auftreten. Die Öffentlichkeit würde uns so viel stärker wahrnehmen. Begrüßenswert wäre neben der Kooperation von evangelischen Nachbargemeinden, wenn katholische und evangelische Kirchengemeinden gemeinsam Gottesdienste veranstalten. Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte sollten zu bestimmten Themen ländlicher Räume zusammen tagen, um anstehende Aufgaben gemeinsam zu besprechen. Je mehr wir voneinander wissen, umso mehr lernen wir die Stärken des Anderen kennen. Darum sollte es uns gehen.

Weitere Links:

> Einladungsflyer zum nachlesen

> Bericht auf bayern-evangelisch.de

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