Hinweis

Auflistung des Glossars alphabetisch – von A-Z. Welche Begrifflichkeiten sollten aufgenommen werden? Bitte Email senden.  

Grundlagen

der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Ja zu gelebter Menschenfreundlichkeit Gottes. Nein zum Rechtsextremismus.“ (Download Handlungskonzept)

Haltungen, Erfahrungen und Perspektiven der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

der Evangelischen Landjugend

Unsere Position: Raum für Vielfalt

GEMEINSCHAFT LEBEN, AUCH WENN’S SCHWIERIG WIRD – ELJ-POSITION IN DER FLÜCHTLINGSDEBATTE

der Bundeszentrale für politische Bildung

http://www.bpb.de/nachschlagen/

Diverse Lexikas mit Begriffserklärungen.

Glossar

(im Aufbau – 12.09.2017)

GMF - Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

„Das von Wilhelm Heitmeyer etablierte Forschungsprogramm zur empirischen Langzeituntersuchung
(2002-2011) von menschenfeindlichen Einstellungen in Deutschland umfasst zehn Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit:
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Abwertung von Obdachlosen, Abwertung von Behinderten, Islamfeindlichkeit, klassischer Sexismus, Etablierten Vorrechte und Abwertung von Langzeitarbeitslosen.
Als Sammelbegriff für alle diese Dimensionen hat die Bielefelder Forschungsgruppe den Begriff „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)“ eingeführt. Damit werden feindselige Einstellungen zu Menschen unterschiedlicher Herkunft sowie mit verschiedenen Lebensstilen mit Hilfe eines Begriffs von großer Spannweite erfasst und systematisiert. Als gemeinsamer Kern der dem Begriff zugeordneten Phänomene gilt die Ideologie der Ungleichwertigkeit.
Entscheidend neben der Vieldimensionalität des Phänomens ist, dass es um Zuschreibungen
und Abwertungen gegen bestimmte (angenommene) Gruppen geht. Bei der GMF stehen nicht primär manifeste und lauthals vorgetragene Vorurteile im Fokus, sondern vielmehr das vorgelagerte Denken und Fühlen.
Die umfangreiche Datenbasis ermöglicht es, Verbindungen zwischen den verschiedenen
Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sichtbar zu machen, weshalb auch von
einem „Syndrom“ gesprochen wird“ (ELKB – Handreichung: Ja zu Gottes gelebter Menschenfreundlichkeit. Nein zum Rechtsextremismus. O.J. 11).

Rechtsextremismus

„Wir verstehen Rechtsextremismus als Sammelbegriff zur Beschreibung neonazistischer oder ultranationalistischer politischer Ideologien und Aktivitäten. Ideologischer Kern des Rechtsextremismus ist die Vorstellung von der Ungleichheit, der Ungleichwertigkeit von Menschen. Der Rechtsextremismus orientiert sich an der ethnischen Zugehörigkeit, stellt die rechtliche Gleichheit von Menschen in Frage und ist geprägt von einem antipluralistischen, antidemokratischen und autoritären Gesellschaftsverständnis. Politischen Ausdruck findet dies in Bemühungen, den Nationalstaat zu einer autoritär geführten „Volksgemeinschaft“ in einem rassistischen Sinn umzugestalten.“ (ELKB – Handreichung: Ja zu Gottes gelebter Menschenfreundlichkeit. Nein zum Rechtsextremismus. O.J. 10)

 

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