Liebe Besucher,

der Kreisverband Gunzenhausen-Heidenheim der Evangelischen Landjugend freut sich, dass sie unsere Seite aufgerufen haben und uns beim „Bienen retten“ unterstützten und selbst aktiv werden möchten. Auf dieser Seite finden sie unseren Flyer, der kurz und prägnant auf die wichtigsten Informationen eingeht.

Außerdem  eine genaue Anleitung wie sie Nisthilfen einfach selbst herstellen können und auf was sie dabei achten sollten. Die im Handel angebotenen „Insektenhotels“ erfüllen selten ihren Zweck, gerade die billigeren Varianten sind oft fehlerhaft. Um die Lebensbedingungen für Bienen zu bessern ist es zudem notwendig für ein ausreichendes Nahrungsangebot zu sorgen.  Nicht alle Pflanzen sind hierfür geeignet.

Bei den Äggschenspielen dreht sich auch alles um die Bienen und ihre Lebensbedingungen.

Wir wünschen allen viel Spaß und Freude beim Spielen, Herstellen von Nistkästen und Beobachten der kleinen emsigen Insekten.

Nähere Infos findet Ihr hier:  Bienenflyer

 

10 wissenswerte Fakten rund um die Wildbienen

  1. Die allein lebenden Wildbienen werden in der Regel zwischen 4- 6 Wochen alt. In dieser Zeit paaren sie sich und suchen geeignete Nistplätze, um ihre Eier abzulegen und die Brut zu versorgen.
  2. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, die dann bis zum nächsten Frühjahr im Nistplatz verharren.
  3. Im Frühjahr und Sommer verpuppen sich die Larven und schlüpfen nach einiger Zeit als fertige Biene aus ihrem Kokon.
  4. Bienen spielen bei der Lebensmittelproduktion eine wichtige Rolle, da sie 80% der Nutz- und Waldpflanzen (Bäume, Blumen, Gemüse- und Obstpflanzen) bestäuben.
  5. Die kostenlose Bestäubungsleistung wird mit 2,7 Milliarden Euro im Jahr für Deutschland beziffert.
  6. Insektenvernichtungsmittel sind das reinste Gift. Sie sind In der Landwirtschaft, aber auch im heimischen Garten im Einsatz. Sie schwächen die Bienen und machen sie anfällig für verschiedene Krankheiten.
  7. In einheitlichen Agrarlandschaften ohne Kräuter, Wild- und Blühpflanzen oder in sauber aufgeräumte Gärten finden Insekten keine Nahrung.
  8. Geeignete Nistplätze und ausreichendes Nahrungsangebot von Frühjahr bis Herbst sind für das Überleben von Insekten entscheidend.
  9. In Deutschland leben rund 561 Wildbienenarten. Der Bestand von 1/3 ist gefährdet.
  10. Die meisten Wildbienen nisten in lockeren, besonnten und kahlen vegetationsarmen Böden. Ein Stück Gartenfläche nach den Lebensbedingungen von Bienen auszurichten würde dieser Wildbienenart sehr helfen.

10 wissenswerte Fakten rund um Nistplätze und Nahrungsangebot

  1. Nisthilfen aus Holz vor Regen bzw. Nässe schützen. Ein Gebäudevorsprung über der Nisthilfe oder ein angebrachtes vorragendes Dach kann helfen. Hat das Holz Dauerkontakt mit einer feuchten Mauer, dann auch hier das Holz von hinten isolieren. Damit eine Besiedlung stattfindet müssen sie immer fest montiert werden.
  2. Bei Nistblöcken immer gegen die Holzfaserrichtung bohren.
  3. Markhaltige Stängel immer senkrecht oder schräg und einzeln anbringen.
  4. Hohle Stängel immer waagrecht verwenden und darauf achten, dass ein Ende verschlossen ist. Bei Bambus kann dies die Verdickungsstelle sein.
  5. Wichtig ist, Stängel nicht nur fest in das Gefäß z.B. Dose stecken, sondern zusätzlich festkleben, damit sie nicht von Vögeln herausgezogen werden können. Dafür Holzleim oder Gips verwenden.
  6. Nach dem Zusägen von Bambusstängel, ausgefranste Enden mit Schmirgelpapier glätten, sonst besteht Verletzungsgefahr für die Bienen. Platten und gerissenen Bambus nicht verwenden.
  7. Bei Bambus immer das Mark entfernen, sonst können sie von Bienen nicht genutzt werden.
  8. Denken Sie daran nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu kaufen, da gefüllte Blumensorten wie z.B. Chrysanthemen keinen oder nur wenig Nektar und Pollen bieten.
  9. Stellen sie an heißen Tagen Gefäße mit Wasser als Trinkquelle für Insekten auf.
  10. Wählen sie heimisch blühende Pflanzen aus. Bei größeren Grundstücken Ecken mit Wildpflanzen und natürlicher Vegetation schaffen, dort fühlen sich neben Insekten auch Igel und Vögel wohl.

 

Niststängel in der Blechdose

Das braucht ihr dafür:

 

 

  • Eine Blechdose, evtl. hübsch bemalt
  • Ein Stück Karton
  • Holzleim
  • Schere
  • Astschere
  • Hohle Stängel z. B. von Bambus, Sommerflieder etc
  • Evtl. Bohrmaschine und kleine Holzbohre

 

 

So geht’s:

 

 

Schneidet zunächst ein Stück Karton im Durchmesser der Blechdose aus.

 

 

 

 

 

 

Steckt das Stück Karton in die Dose.

 

 

 

 

 

 

 

Gebt dick Holzleim auf den Karton.

 

 

 

 

 

 

Schneidet von den hohlen Stängeln Stücke ab. Die Länge orientiert sich an der Höhe des Behälters. Wichtig ist, dass die Stängel ziemlich die Gleiche länge haben. Falls die Stängel eine Verschlussstelle (Knoten) aufweisen, sollte dieser ziemlich weit unten in der Dose sein. Stellt die Stängel dicht nebeneinander in die Dose und drückt sie sanft in den Leim. Manchmal sind die Stängel nicht ganz hohl, oder das Loch ist ziemlich eng. In so einem Fall könnt ihr mit einem Holzbohrer die Löcher vorsichtig nachbohren. Vergesst nicht, die Späne aus den Stängeln zu klopfen.

Nun den Leim trocknen lassen und stabil aufhängen. Die Nisthilfe sollte nicht umherschaukeln.

 

Nistholzblock

Das braucht ihr dafür:

 

 

  • Ein Stück Hartholz z. B. Buche, Eiche oder ein Obstbaumart
  • Ein Stück Dachpappe
  • Ein Stück Holzbrett
  • Hammer
  • Nägel und Schrauben
  • Ein Stück Draht
  • Bohrmaschine und Bohrer (2 – 8 mm)

 

 

So geht’s:

 

 

Bohrtzunächst unterschiedlich große Löcher in den Holzblock. Im Prinzip können die Löcher wahllos gebohrt werden. Achtet jedoch darauf, dass ihr möglichst gerade bohrt und sich die Bohrlöcher nicht treffen.

Befreit die Löcher durch kräftiges Klopfen von den Spänen.

 

 

 

 

 

Als Wetterschutz schraubt ihr das Holzbrett auf den Nistblock. Optimal ist es natürlich, wenn der Block oben leicht schräg ist.

 

 

 

 

 

 

 

Damit auch Regen dem Nistblock nichts anhaben kann, befestigt ihr die Dachpappe mit mehreren Nägeln.

 

 

 

 

 

 

 

Nun fehlt nur noch eine stabile Aufhängung. Befestigt dafür ein Stück Draht mit Schrauben an der Rückseite des Nistblockes. Fertig!

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt nur noch an einem geschützten Platz am besten Richtung Süden oder Südosten aufhängen.

 

 

 

 

 

 

 

Hier unsere Äggschen-Spiele,  das Quiz und das Quiz mit Antworten

 

Wer mehr erfahren möchte, dem empfehlen wir folgende Internetseiten:

Netzwerk Blühende Landschaft Westmittelfranken

http://www.bluehende-landschaft.de/nbl/nbl.handlungsempfehlungen/index.html

Rund um Bienen und Bienenschutz mit hilfreichen Erklärungen und Bildern

www.wildbienen.de

www.naturgartenfreude.de

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat eine bienenfreundliche Pflanzenfibel und eine Bienen-App herausgegeben

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile

 

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