Schüler auf dem Bauernhof: Sommeraktion des ASA Feuchtwangen

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(Feuchtwangen, Juni 2016) Wenn Landwirte und Lehrer engagiert zusammenarbeiten, kann daraus ein unvergesslicher Tag für Schülerinnen und Schüler entstehen. So geschehen im mittelfränkischen Feuchtwangen, wo auf Einladung des Agrarsozialen Arbeitskreises (ASA) Feuchtwangen der Evangelischen Landjugend ein Projekttag für Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Staatlichen Realschule Feuchtwangen stattfand.

Die landwirtschaftlichen Betriebe der Familien Kocher (Aurach) sowie Brunner und Hiller (Feuchtwangen) nahmen je eine Schulklasse auf. Als Erstes stand eine gemeinsame Hofführung auf dem Programm. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in vier Kleingruppen aufgeteilt. Jede der Gruppen hatte einen Fragebogen, der im Gespräch mit einem Betreuer des ASA ausgefüllt wurde. Auf diese Weise kam eine Vielfalt von Themen zur Sprache: Die Kinder konnten sich beispielsweise informieren über den Tagesablauf der Bauernfamilie, über Milcherzeugung und Vermarktung, über verschiedene Getreidesorten oder landwirtschaftliche Zusammenschlüsse wie den Maschinenring.

Was motiviert die rund 15 jungen Landwirte, die an der Aktion beteiligt sind, ihre knapp bemessene Zeit für ein Schülerprojekt einzusetzen? Für den ASA-Kreisvorsitzenden Jörg Uysmüller ist es der Wunsch, „Kinder und Verbraucher an die Landwirtschaft hinzuführen“. Ähnlich formuliert Ute Lutz ihr Anlegen. Es gehe darum, „der Jugend ein realistisches Bild der Landwirtschaft vermitteln“. Die junge Bäuerin stört der Begriff Massentierhaltung, wie er oft in den Medien zu hören ist. Schliesslich sind alle Landwirte bemüht, für Ihre Tiere bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, damit optimale Leistungen erzielt werden können. Dieses Verständnis möchte sie der Jugend vermitteln.

Vor der Betriebsbesichtigung gab es bereits eine ausführliche Vorbereitung im Unterricht. Fachbegriffe, wie zum Beispiel Ackerbau, wurden vorgestellt und erklärt. Auch nach der Visite war das Thema Landwirtschaft noch nicht abgehakt. Denn auf die Schülerinnen und Schüler kam ein Gruppenreferat zu, in dem die Ergebnisse im Unterricht präsentiert wurden. Zum endgültigen Abschluß der Aktion wurden die Ergebnisse auf Stellwänden präsentiert. Dazu wurden die ehrenamtlichen Unterstützer des ASA eingeladen, um sich ein Bild vom Erfolg der Aktion zu machen.

Für Realschullehrer Ulrich Peschke „ist es wichtig, dass die Kinder sehen, wie gesunde Nahrung erzeugt wird“. Ähnlich sieht es sein Kollege Florian Wagner, für den die Betriebsbesichtigung dazu beiträgt, „die Wertschätzung von Lebensmitteln zu erhöhen“. Eher emotional geprägt waren die Eindrücke der Kinder. Sie zeigten sich beeindruckt von den vielen Tieren, aber auch von den netten Menschen und der Ruhe auf dem Hof.

ASA Erlangen-Höchstadt und ASA Neustadt/Aisch informieren sich über Elektroautos

PMElektroauto

(Möhrendorf, März 2015). Elektroautos sind sparsam und umweltfreundlich – trotzdem verzeichnen sie in Deutschland nur eine mäßige Nachfrage. Um den Vorteilen der Elektroautos auf den Grund zu gehen, haben die beiden Agrarsozialen Arbeitskreise der Evangelischen Landjugend – Neustadt/Aisch und Erlangen-Höchstadt – zu einer Abendveranstaltung in die Morgentau Wirtsstube nach Möhrendorf eingeladen.
Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands Leo Seitz ist seit vielen Jahren Tüftler und Pionier in Sachen erneuerbare Energie. Wie er in seinem Vortrag den Gästen des ASA darlegte, geniesst die Einparung von Energie angesichts des weltweiten Klimawandels hohe Priorität. Da ein Drittel des Energieverbrauchs auf das Konto des Verkehrs geht, ist hier ein großes Potential der Einsparung vorhanden.
Die Energieerzeugung aus fossilen Energien ist aus Umweltgründen kritisch zu sehen. So entstehen beim Verbrennen von einem Liter Heizöl bzw. Diesel mehr als drei Kilogramm klimaschädliches Kohlendioxid. Auf der anderen Seite stößt die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien an Grenzen, was wiederum die Nutzung von Einsparpotentialen wichtig macht. Beispielsweise benötigt ein Mensch jährlich zur Deckung seines gesamten Energieverbrauchs die Energiemenge, welche 4000 Liter Heizöl entspricht. Eine Windkraftanlage kann demgegenüber rein rechnerisch den Energiebedarf von 100 Menschen decken.
Solarstrom ist laut Seitz derzeit die billigste Form der Gewinnung erneuerbarer Energien, allerdings bestehen Grenzen bezüglich der Speicherung des am Tag erzeugten Stroms in Batterien. Seitz plädierte dafür, den tagsüber erzeugten Sonnenstrom zum Laden des Energiespeichers von Elektroautos zu nutzen. Im Gegenzug kann die Batterie des Fahrzeugs am Abend oder in der Nacht dazu dienen, den Strom für den Haushalt zu liefern. Von daher bieten Elektroautos, die Seitz als „Wunderwerk der Technik“ betrachtet, eine breite Nutzungsmöglichkeit. In den letzten Jahren sind Elekroautos wesentlich billiger und damit erschwinglicher geworden. Dieser Sichtweise schloß sich auch Hartmut Fehler von der UmweltBank Nürnberg an. Er war zu dem Termin mit einem elektrobetriebenen Sportwagen der Bank angereist, den er den interessierten Teilnehmern der Veranstaltung vorführte. Auch Seitz reiste im Elektroauto an, als praktizierender Landwirt im geländegängigen Fabrikat.

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