Der voranschreitende Klimawandel und die Nuklearkatastrophe von Fukushima haben zu einem Umdenken in Politik und Gesellschaft geführt, auch in der ELJ. Deshalb wurde im März 2013 zur ELJ-Landesversammlung die Gründung des Arbeitskreises Energiedemokratie beschlossen.

Die erneuerbaren Energien bieten die große Chance einer umweltverträglichen Energiegewinnung. Der Begriff Energiedemokratie macht deutlich, dass dabei gemeinschaftlich und zum Wohle der Allgemeinheit darüber entschieden werden soll, auf welche Art und Weise Wind, Sonne und Wasserkraft eingesetzt werden.

Unser Fundament 

Gott hat diese Welt erschaffen und sie uns als Lebensraum anvertraut. Wir haben deshalb die Aufgabe, Gottes Schöpfung zu bebauen und zu bewahren. An uns liegt es, ob sie für künftige Generationen erhalten bleibt. Nachhaltiges Handeln ist unsere Gegenwarts-Aufgabe. Besonders im Energiesektor besteht dabei angesichts von Klimawandel und knappen Ressourcen dringender Handlungsbedarf.

Grundsätzliche Ziele und Forderungen

  • Energieeinsparung muss oberste Priorität haben. Ein sparsamer Energieverbrauch muss sich lohnen, unangemessene Verschwendung muss finanziell bestraft werden.
  • Ziel muss die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen unter weitgehender Vermeidung endlicher Ressourcen sein.
  • Dabei müssen alle Aktivitäten im Energiesektor dem Gemeinwohl dienen. Die Versorgung der Bürger mit bezahlbarer Energie ist als ein menschliches Grundrecht zu betrachten.
  • Im Bereich der Energieerzeugung, -vermarktung und –nutzung sollen Strukturen etabliert werden, die demokratische Beteiligungsmöglichkeiten eines jeden Bürgers erlauben. Der Rückbau der Monopolstrukturen ist dabei ein dringliches Ziel um bestehende Abhängigkeiten zu reduzieren.
  • Wichtig ist die persönliche Bewusstseinsbildung jedes Einzelnen. Die Gesellschaft benötigt mündige Bürger, welche die Energieversorgung aktiv mit gestalten.

Der Arbeitskreis Energiedemokratie spricht sich für eine funktionierende, moderne Industriegesellschaft aus, in der die zukünftige Energieversorgung auf einer Vielfalt von unterschiedlichen Systemen beruht. Globales Denken, Kooperation und Vernetzung sowie eine Technikfolgenabschätzung sind von hoher Bedeutung. Fehlentwicklungen sollen benannt und eingeschlagene Wege kritisch begleitet werden.

Für ländliche Räume ergibt sich die Chance, vom Energiebezieher zum Energieversorger zu werden und vom Verbleib der Wertschöpfung in der Region zu profitieren. Energieversorgung soll deshalb weitgehend in lokale Verantwortung gelegt werden.

Aufgaben des Arbeitskreises

  • Information und Bewusstseinsbildung der Mitglieder der ELJ sowie der Öffentlichkeit zu Energiefragen und konkreten Beteiligungsmöglichkeiten an nachhaltigen Projekten.
  • Positionierung und Stellungnahmen zu politischen Fragen als Sprachrohr der ELJ.
  • Aktionen und Ideen für Landjugendgruppen, Angebote von Bildungsveranstaltungen und Exkursionen sowie Öffentlichkeitsarbeit als Möglichkeiten der konkreten Umsetzung

15_03 Peter Schlee

INFORMATION


Peter Schlee

Tel. 09143 604 30 * peter.schlee@elj.de

 

 

AKED-Flyer zum Herunterladen

Hier gibt es den aktuellen AKED-Flyer als PDF zum Herunterladen.

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