Aus Konfizeit wird  Jugendarbeit!

Chabba! ist Jugendarbeit live. Im Camp in Pappenheim erleben Jugendliche zwischen 13 und 17 vier Tage Action, Spaß, Kreativität und Besinnung. Chabba! stößt Jugendarbeit vor Ort an. Chabba nutzt die Ressourcen evangelischer Jugendarbeit für mehr Leben.

Intro – Clip von AGM

 

© 2015, produced by AGM/Agentur Günter Moser

Es braucht drei gelungene Kontakte – erklärt Reinhold Ostermann, Konzeptionsreferent der Evangelischen Jugend in Bayern – um Jugendliche über die Brücke zwischen Konfirmanden- und Jugendarbeit zu führen. Gelungene Kontakte, das seien Erlebnisse, in denen Konfirmanden die Mitarbeitenden der Jugendarbeit kennenlernen und zu dem Ergebnis kommen könnten: „Jawohl! Mit denen kann ich Spaß haben.“ Wobei das mit dem Spaß so eine Sache ist. Aber davon später.

Das Projekt „Chabba“ der Evangelischen Landjugend (ELJ) ist ein Angebot des Jugendverbands an ländliche Dekanate und Regionen, einen Impuls für ihre Jugendarbeit zu setzen. Es geht, sagt Landjugendpfarrer Gerhard Schleier, um die Frage „wie wir junge Menschen für die Jugendarbeit in den Gemeinden und damit für das Engagement in unserer Kirche gewinnen können.“ „Chabba“, ein jugendsprachliches Wort für „Freund“, beschreibt einen Prozess, in dem neue Angebote gemeindlicher Jugendarbeit entwickelt und bestehende vernetzt werden.

Herzstück des Chabba-Prozesses ist ein Jugendcamp. Direkt an der Altmühl, auf dem Gelände des Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Pappenheim wird ein Zirkuszelt aufgebaut, in dessen Manege Jugendthemen und die Arbeit in den Heimatdörfern verbunden werden. Die eigentlich wichtigen Fragen werden dazu schon vorher gestellt. „Welche Ressourcen haben wir in der Jugendarbeit unserer Region?“, „Welche Projekt können wir mit den Teilnehmenden entwickeln?“ oder „Wie können wir mit Chabba das evangelische Profil in der Zusammenarbeit mit außerkirchlichen Akteuren darstellen?“

Gerade die Frage der Kooperation ist in Regionen, in denen der demographische Wandel spürbar wird, besonders spannend. Wenn die Zahl junger Menschen im Dorf zurückgeht, müssen die Ressourcen gebündelt werden. Hier kann Chabba einen wertvollen Beitrag leisten, die Kompetenz evangelischer Jugendarbeit mit der von Jugendfeuerwehr, Sportverein oder Blaskapelle im Dorf zu kombinieren. Das Spaßverständnis junger Menschen kommt dem entgegen. „Spaß“ bedeutet für Jugendliche auch: Miteinander etwas auf die Beine stellen. Wenn Kirche sich so als Akteur für das Dorfleben versteht, sind drei gelungene Kontakte auch kein Problem.

 

 

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