Stammtischparolen begegnen.

„Wir kommen zu Euch und machen Diskussionen bunt“, Jürgen Kricke

„Ich bin ja kein Nazi, aber …“, „Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg und alle Asylbewerber*innen sind ohnehin nur Kriminelle und Wirtschaftsflüchtlinge“; „Frauen können nicht einparken und Männer nicht kochen“; …

Solche Gedanken sind in Deutschland durchaus verbreitet und bedrohen das gesellschaftliche Zusammenleben. Gleichzeitig versuchen Organisationen der extremen Rechten mit diesen Stammtischparolen Anhänger zu gewinnen – vor allem unter jungen Leuten.

Dabei sind Stammtischparolen laut Peter Hufer, ein abwertender Ausdruck für eine rechthaberische, voreingenommene, verallgemeinernde oder unsachliche (politische) Meinungsäußerung. Stammtischparolen werden als solche nicht durch den Ort des Gesprächs, sondern durch den Inhalt der Äußerungen definiert (vgl. 2015, S. 15 – Argumentationstraining gegen Stammtischparolen).

Gemeinsam sind wir stark

… – das können wir als Evangelische Landjugend stolz sagen, wenn wir im Rahmen von www.Plurability.de einen Vortrag oder eine Praxiseinheit „Stammtischparolen begegnen – Diskussionen bunt machen“ bei unseren Netzwerkpartner*innen anbieten.

Beispielhaft seien folgende genannt:

Vortrag und/oder Praxisseminar

Im Vortrag und/oder Praxisseminar schauen wir hinter die Kulissen von Stammtischparolen. Geklärt werden die dahinter stehende Psychologie sowie die ideologische und politische Gefahr, die von ihnen ausgeht. Wir nähern uns, „unseren“ Vorurteilen an und lernen deren Funktion kennen.

Insbesondere im Praxisseminar werden in interaktiven Übungen von den TeilnehmerInnen ausprobiert, wie solchen Sprüchen argumentativ und rhetorisch beizukommen ist.

Ablauf des Argumentationstraining im Praxisseminar

Eine Praxiseinheit sollte mind. 4-8 Stunden umfassen und kann je nach Intensivität bis zu 16 Stunden umfassen. Dabei wird das Seminar im Hinblick auf die Zielgruppe modifiziert ausgerichtet.

  1. Ankommen der Teilnehmer*innen und Austausch über den Kenntnisstand von Stammtischparolen.
  2. Theoretischer Input über Parolen, Vorurteile und deren Funktion im Hinblick auf die Aktuelle Situation und Erfahrung der Teilnehmer*innen.
  3. Praktische Übungen. Dabei begibt sich jeweils eine Person in die Rolle der diskriminierenden Argumentation, eine in die Gegenargumentationsrolle und ein-zwei weitere Personen beobachten. Im Rotationsprinzip wechseln die Rollen im 3-4 Minutentakt: Vorbereitung – Argumentation – Auswertung, mit Blick auf die individuelle Gefühlslage, was ist schwer und leicht gefallen sowie welche Argumente und Strategien waren „gut“ bzw. „schlecht“.
  4. Aufzeigen und einüben von Gegenstrategien

Interesse? Kontakt:

Diakon Jürgen Kricke, Jugendbildungsreferent der Evangelischen Landjugend

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