Als vor fünfzig Jahren der Bezirksverband Schwaben der Evangelischen Landjugend gegründet wurde, war eine wichtige Basis für den Ausbau der innerschwäbischen Landjugendkontakte geschaffen. Es entstand eine große Vielfalt an Aktivitäten und Projekten, die vor allem die Arbeit der ELJ-Gruppen vor Ort bereicherten. Das war für die Verantwortlichen des aktuellen Bezirksvorstands Anlass, dieses Jubiläum gebührend mit einem Gottesdienst und einer Festveranstaltung in der Peter- und Paul-Kirche bzw. dem Evangelischen Gemeindehaus in Erkheim zu feiern.

In seiner Predigt über das Gleichnis vom guten Hirten verglich Landjugendpfarrer Gerhard Schleier aus Pappenheim die Jugendarbeit mit der Tätigkeit eines Hirten. ELJ-Gruppen bräuchten zwar ein beständiges „Hegen und Pflegen“, aber dies erweise sich immer wieder als eine segensreiche Investition in die Zukunft. Der Gottesdienst wurde musikalisch brillant von einem jugendlichen Ensemble der Musikkapelle Erkheim ausgestaltet.

Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus hatten die Bezirksvorsitzenden Barbara Früh, Erkheim, und Philipp Leiß, Löpsingen, eine lange Liste von Gästen zu begrüßen. Als besonderer Ehrengast wurde die 96-Jährige Anni Bürk aus Albishofen, die über Jahrzehnte die Arbeit der ELJ in der Region vorangetrieben und maßgeblich geprägt hatte, von den Anwesenden mit lang anhaltendem Applaus gefeiert. Der Gründungsvorsitzende Hans Murr aus Rudelstetten blickte auf die Anfangsjahre zurück und führte aus, dass damals die Jugendarbeit ohne die Vielfalt der heutigen Möglichkeiten wesentlich einfacher gewesen sei.

Manfred Karrer, Vorstandsmitglied in den 70er und 80er Jahren, hob hervor, dass man in der Landjugend durch die Gelegenheit, demokratisches Verhalten einzuüben, fürs Leben gelernt habe. Heidemarie Barth erinnerte sich an ihre Landjugendzeit und wies mit einem Augenzwinkern daraufhin, dass schon damals oft „starke Frauen der Motor“ gewesen seien und „die Männer sich vorne gut präsentiert“ hätten. In ihren Grußworten betonten der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek und der stellvertretende Landrat Helmut Koch die Bedeutung von Jugendarbeit, die eine wichtige Basis für das Leben sein könne.

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger überbrachte die Glückwünsche der Stadt Memmingen und freute sich über die guten Kontakte auch mit der Stadt Nördlingen. Dekan Christoph Schieder bezeichnete eine aktive Landjugendarbeit als Standortvorteil für jede Gemeinde und dankte den Verantwortlichen für ihr Engagement. Landjugendseelsorger Dr. Gerhard Höppler und Geschäftsführerin Kathi Torkler, beide von der Katholischen Landjugendbewegung in der Diözese Augsburg, Peter Jutz, Bezirksvorsitzender der Bayrischen Jungbauernschaft in Schwaben, und David Prexel von den Allgäuer Junglandwirten , sowie Stefan Kittsteiner, Landesvorsitzender der Evangelischen Landjugend wünschten dem Bezirksverband alles Gute für die Zukunft und freuten sich über die gute Zusammenarbeit der Landjugendverbände.

Bezirksreferent Friedel Röttger berichtete über die aktuelle ELJ-Arbeit und zeigte mit vielen Bildern ihre ganze Bandbreite auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene auf. Anschließend nutzen die Besucher, viele ehemalige Mitarbeiter aus den verschiedenen Landjugendgenerationen, die Gelegenheit zum Wiedersehen und ausgiebigen Gesprächen mit ehemaligen Weggefährtinnen und Weggefährten. Dabei wurden sie von der ELJ Erkheim mit Mittagessen und Kaffee und Kuchen bestens versorgt und bewirtet.

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