Die Haltung von Tieren zur Erzeugung von Fleisch ist ein heiß diskutiertes Thema. Deshalb hat der Agrarsoziale Arbeitskreis (ASA) unter Federführung des ASA-Landesvorsitzenden Tobias Volkert zur Besichtigung zweier Schweineställe in Oberfranken eingeladen. Es traf sich eine Runde ausgewiesener Experten: Agrarfachleute von Behörden und Bauernverband sowie mehrere Tierärzte und aktive Landwirte. So hatten Vertreter von Kirche und Landjugend die seltene Gelegenheit, sich objektiv und direkt vor Ort zu informieren.

Im Familienbetrieb des ASA-Mitglieds Klaus Siegelin (Küps) konnte erfahren werden, wie eine moderne Haltung von Mastschweinen funktioniert. Einen anderen Akzent setzte der Nebenerwerbslandwirt Walter Ritter (Schwingen). Hier werden Schweine auf Stroh gehalten und an einen regionalen Metzger verkauft.

Was ist besser: Schweinehaltung auf Spaltenboden oder auf Stroh? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den Tag. Dabei wurden Kriterien wie Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit und artgerechte Tierhaltung ausgiebig und teilweise sehr kontrovers diskutiert. Um zu einer abschließenden Beurteilung dieser Frage zu kommen, hätte es sicher noch einiger Zeit bedurft. Deutlich wurde für die Teilnehmer – unter anderem Umweltpfarrer Wolfgang Schürger, Pfarrer Andreas Beneker (Leiter des Bildungszentrums Bad Alexandersbad) und Landjugendpfarrer Gerhard Schleier, dass es keine einfachen und schnellen Antworten gibt. Landwirtschaft ist eine komplexe Angelegenheit und auch bei moderner Tierhaltung ist ein plakatives Schwarz-Weiß-Denken nicht weiterführend.

TEILEN: Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on PinterestDigg thisPrint this pageEmail this to someone