Sonntag, 25. Oktober 2015
von 14:00-16:30 Uhr oder 18:00-20:30 Uhr
Festsaal im Bezirksklinikum Ansbach, Feuchtwanger Str. 38, 91522 Ansbach

„Heilig soll uns sein jede Mutter guten Blutes“ – unter diesem Leitspruch gründete Heinrich Himmler 1935 den Verein Lebensborn e.V. mit dem Ziel, die Geburtenrate von „rassisch wertvollen Kindern“ zu steigern. Bis heute erfuhr die Öffentlichkeit wenig von der Existenz des Lebensborn e.V. und ihren Entbindungs- und Kinderheimen. Auch in Ansbach wurden kurzzeitig zwei Kinderheime von Lebensborn e.V. betrieben. Der Kreisverband Ansbach der Evangelischen Landjugend lädt zum Erzählcafé mit drei ehemaligen Lebensborn-Kindern ein, die aus ihrem Leben und von ihrer Identitätssuche berichten.

Himmlers SS und ihre Kinder in Ansbach

Zwischen 1944 und 1945 befanden sich in Ansbach zwei Lebensbornkinderheime. Am Bocksberg in Schalkhausen und in zwei Gebäuden der Heil- und Pflegeanstalt richtete die SS Reichsführung sog. Ausweichkinderheime ein, welche die Bezeichnung „Franken I und II“ führten. Vorwiegend Säuglinge aus luftgefährdeten Gebieten wurden dort evakuiert. Wie viele Kinder damals nach Ansbach verlegt wurden lässt sich nicht genau beziffern. Man geht davon aus, dass ständig so ca. 30 bis 50 Kinder in „Franken I und II“ untergebracht waren, um sie nach kurzer Aufenthaltszeit auf andere Heime aufzuteilen. Damals wie auch heute war weitgehend unbekannt was sich hinter der Bezeichnung Lebensborn verbarg, beziehungsweise hinter den Gebäudemauern vor sich ging.

Ins Gespräch kommen

Neben den Informationen über das rassistische Denken und Handeln Hitlers und Himmlers, stehen bei der Veranstaltung die persönlichen Erlebnisse der Zeitzeugen im Mittelpunkt. Die Evangelische Landjugend lädt am 25. Oktober zum Erzählcafe in den Festsaal des Bezirksklinikums ein.

Weitere Informationen

Information und Anmeldung:
Bezirksreferentin Regina Wenning unter der Telefonnummer 09873 948160 oder mittelfranken@elj.de möglich.

Link zur Pressemitteilung

TEILEN: Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on PinterestDigg thisPrint this pageEmail this to someone