Situation:

Ihr habt das Gefühl, in eurer Gruppe herrscht allgemeine Lustlosigkeit? Wenn es etwas zu tun gibt, hat jeder eine Ausrede? Keiner hat Lust, etwas auf die Füße zustellen? Vielleicht ist momentan nicht mehr drin, aber vielleicht lässt sich dieser Zustand auch verändern.

Friedel rät:

  1. Akzeptiert, dass viele Jugendliche heute viel um die Ohren haben.
  2. Besprecht dieses Thema mit eurer Gruppe.
  3. Sammelt Ideen und macht was zusammen! Gemeinsame Visionen und Ziele sind die stärkste Motivation!
  4. Auch wenn nur wenige mitmachen, aber dabei Spaß haben, ist es ein Erfolg.

Methode Zukunftswerkstatt:

Eine gute Methode, gemeinsame Visionen und Projekte zu entwickeln, ist die Zukunftswerkstatt. Sie ist einfach durchzuführen und produziert schnell Ergebnisse.

Kritikphase – „ich finde nicht so gut, dass ….“

  1. Die Teilnehmer schreiben auf rote Kärtchen, was sie momentan an der Gruppe und den Aktivitäten nicht so gut finden. Pro Kärtchen nur ein Stichpunkt. (Ca. 5 Teilnehmer: jeder ungefähr drei rote Kärtchen – Ca. 10 Teilnehmer: jeder 1-2 rote Kärtchen)
  2. Dauer ca. 10 Minuten
  3. Die Teilnehmer stellen ihre Kärtchen kurz vor und legen ähnliche Themen nebeneinander.
  4. Gemeinsam werden die wichtigsten Themen markiert.

Phantasiephase – der Phantasie freien Lauf lassen

  1. Bildet Arbeitsgruppen mit ca. 3-4 Teilnehmern zu jeweils einem der wichtigsten Themen aus der Kritikphase
  2. Die Arbeitsgruppen sammeln jeweils auf einem Plakat Ideen wie das Thema verbessert oder das Problem gelöst werden kann.
  3. Entscheidend dabei ist, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt werden. Ideen dürfen nicht sofort schlecht geredet werden. Dauer: ca. 20 Minuten

Realisierungsphase – Auswahl und Umsetzung der besten Ideen

  1. Jede Arbeitsgruppe wählt aus ihren Ideen die drei besten aus und stellt sie im Plenum vor
  2. Jeder Teilnehmer vergibt drei Punkte auf die vorgestellten Ideen. Häufeln verboten.
  3. Anschließend wird über die Umsetzung der Ideen mit den meisten Punkten gesprochen.
  4. Dabei gilt: eins nach dem anderen und nicht zu viel auf einmal vornehmen.
  5. Evtl. ist das Aufstellen eines Projektplans hilfreich:

Wann?

Was?

Wer?

Methode Standogramm – Diskussion zu Thesen über Motivation

Ihr wollt die Motivation in eurer Gruppe oder eurem Vorstand zum Thema machen? Dann bietet sich folgende Gesprächsmethode an:

Aus der Unternehmensberatung in der freien Wirtschaft stammen die 5 Thesen zur Motivation von Mitarbeitern:

  • Die Leiter sind Vorbild: Wie es in den Wald hineinruft, so hallt es zurück!
  • Von der Gehirnforschung nachgewiesen: Lob ist die Droge für Mitarbeiter
  • Die Erfahrung zeigt: Gemeinsame, innovative Visionen sind die stärkste Motivation
  • Wenn Ämter oder Aufgaben übertragen werden: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist schlechter
  • Leiter und Mitarbeiter: Mit einander reden, reden, reden und aufmerksam zuhören

Ablauf:

Nacheinander werden die auf ein Plakat geschriebenen Thesen in die Mitte gelegt. Kurze Erläuterung und Nachfragen dazu. Die Teilnehmer stellen sich je nach ihrer Zustimmung oder Ablehnung zur jeweiligen These näher oder weiter weg zu dem Plakat. Anschließend begründen die Teilnehmer ihren Standpunkt. Daran schließt sich eine kurze Diskussion an, bevor die nächste These in die Mitte gelegt wird.

Fragen an die Teilnehmer

  • Wo kommen die Inhalte dieser Thesen in unserer ELJ vor?
  • Wo liegen Chancen und Schwierigkeiten dabei?
  • Wie können wir die Thesen bei uns umsetzen?
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