Auf Anstoß der ELJ Oberaltertheim brechen acht Jugendliche aus dem Landkreis Würzburg auf, um sich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen. Ziel ist das Jugendhaus auf dem Hesselberg, in dem vom 12.-13. November ein Training stattfand.

Eine Nahaufnahme, was dort passiert:

Hilfesuchend gestikuliert ein Teilnehmer in Richtung Referent. Er darf nicht reden und hat gerade seine Chips verloren. In drei Kleingruppen wird stumm um Chips gespielt. Die Besten wechseln auf ein Zeichen die Gruppen. Doch jede Gruppe hat andere Spielregeln, wovon die Teilnehmenden nichts wissen. Ohne zu sprechen fremde Regeln verstehen zu können sei nicht einfach, so Konsens bei den Jugendlichen. Da könne man nachvollziehen, wie das für Geflüchtete sein muss, wenn sie hier ankommen, merkt eine Teilnehmerin an.

Der Weg des Trainings führte letztlich zur Frage, wie Integration gelingen kann. Trainer Christoph Pinkert machte u. a. darauf aufmerksam, dass Integration nicht einseitig auf die Bevölkerungsgruppe der Migrant*innen gedacht werden dürfe. So gab es eine Einheit, in der sich mit der eigenen kulturellen Identität auseinandergesetzt wurde. Kann ich meine eigene kulturelle Identität eigentlich gut in Gesellschaft, Schule, Ausbildung oder Beruf einbringen und wird sie anerkannt? Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller populistischer Bewegung, kommt dieser Frage sicherlich verstärkt Bedeutung zu.

Das Seminar fand im Rahmen des ELJ-Arbeitsbereichs „Plurability – Vielfalt gestalten vor Ort“ statt und wurde über das Aktionsprogramm „Flüchtlinge werden Freunde“ des Bayerischen Jugendrings finanziert.

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15 Flyer Plurability Titel Quadrat

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