Mastitis ist eine Entzündung des Euters der Kuh und kostet den Landwirten in Deutschland jährlich 1,4 Milliarden Euro. Es ist den Milchviehhaltern wichtig, die Euterkrankheit gar nicht erst entstehen zu lassen, aber auch die richtigen Schritte einer Therapie zu kennen. Deshalb luden Markus Bär und sein Team vom Agrarsozialen Arbeitskreis (ASA) Roth-Schwabach mit Michael Kandert von der Firma MSD Tiergesundheit einen ausgewiesenen Fachmann ein.
In der gut besuchten Abendveranstaltung, die passenderweise im Kuhcafé Mäbenberg stattfand, erklärte Kandert, dass Mastitis durch Bakterien wie Streptococcus uberis verursacht wird. Diese können beispielsweise aus dem Einstreu im Stall in das Euter gelangen. Deshalb ist es erforderlich, die Ausbreitung der Erreger durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Diese sind Stallhygiene, aber auch das Trennen infizierter Tiere, damit nicht andere Kühe angesteckt werden.
Ist es zur Infektion einer Kuh gekommen, sind Medikamente erforderlich. Hier geht der Trend in die Richtung, eine Therapie mit Antibiotika so weit wie möglich einzuschränken und gegebenenfalls zuerst auf entzündungshemmende Schmerzstiller zu setzen. Milch von behandelten Tieren darf selbstverständlich nicht ausgeliefert werden, hier wird ständig streng kontrolliert. Wie Kandert ausführte, werden die hohen Gesamtkosten nicht durch den Medikamenteneinsatz verursacht. Die Hauptursache ist, dass kranke Tiere weniger Milch geben.

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