Der Fränkische Anzeiger titelte: „Nicht wegzudenken“ – Rothenburger Landjugend-Kreisverband feierte 60-jähriges Bestehen

Rothenburg – Mit einem Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche und einem anschließenden „Galaball“ in der Reichsstadthalle feierte der Rothenburger Kreisverband der evangelischen Landjugend sein 60-jähriges Bestehen. Umrahmt von Live-Musik und der ein oder anderen Rede durften die Anwesenden bei reichhaltigem Buffet und in feierlicher Atmosphäre auf Leistungen und Erlebnisse der letzten Jahre zurückblicken.

60 Jahre. Das ist viel Zeit für viele Generationen, eine Menge Raum für eine Menge Ideen und einiges an Platz für einiges an wichtiger Jugendarbeit. Am vergangenen Samstagabend war im Zuge des 60-jährigen Jubiläums Zeit, Raum und Platz, den Blick auf sich selbst zu richten und sich an gemeinsamen Erlebnissen, Geschichten oder Freundschaften zu erfreuen. Im März 1956 gegründet, gehört der Kreisverband Rothenburg der evangelischen Landjugend mit seinen zirka 700 Mitgliedern, neben denen aus Uffenheim und Weißenburg, zu den drei größten Verbänden in Bayern. Dass die letzten 60 Jahre verbandsintern als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden, hat wohl allein schon damit seine Berechtigung.

Mit geschätzten 180 Personen zeigte sich die Reichsstadthalle am Veranstaltungsabend gut gefüllt. So waren neben vielen ehemaligen Kreisverbandsmitgliedern auch Stefan Horndasch als stellvertretender Landrat und Bürgermeister Kurt Förster in Vertretung für die Stadt Rothenburg zu Gast. Präsent zeigten sich auch die Landesvorsitzende der evangelischen Landjugend, Nadine Bentheimer, und der Bezirksvorsitzende des Bezirksverbandes Mittelfranken, Michael Keller. Auch Hermann Keitel als Gründungsmitglied des Kreisverbandes war unter den Gästen. Anika Geim und Daniel Schmidt, die beiden Ersten Vorsitzenden des Rothenburger Verbandes, eröffneten die Festivitäten und führten als Moderatoren durch den Abend. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Band „Schabernack“.

Neben Spaß und Geselligkeit bot der Abend aber auch Platz für ein paar ernstere Töne. Es sei heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass die Jugend sich ehrenamtlich engagiere, betonte beispielsweise Stefan Horndasch in seiner Rede zum Jubiläum und lobte damit das Gesamtpaket an ehrenamtlichen Leistungen,  welches alljährlich von den 19 Landjugend-Ortsgruppen, die zum Kreisverband  Rothenburg gehören, geschnürt wird. Dazu zählen unter anderem die Organisation von Veranstaltungen wie den sogenannten „Landjugendfesten“, Altkleider- und Altpapiersammlungen, die Veranstaltung diverser Turniere in verschiedenen Sportarten, Ausflüge oder der in der Region bekannte und anerkannte „KV-Fasching“. Das alles zusammen, so Horndasch weiter, fördere auch die viel diskutierte Lebensqualität im ländlichen Raum.

Aufwertung der Dörfer

Junge Leute, die „ehrenamtlich mehr tun, als man tun muss“, seien ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt und die Aufwertung der umliegenden Dörfer und Gemeinden. Das Engagement von Jugendlichen helfe ländliche Gegenden attraktiv zu halten. Das sei am Ende auch das Ziel des Regionalmanagements für den Landkreis Ansbach. So wird seit längerem verstärkt in den Aus- und Neubau von Schulen investiert, so Horndasch.

Auch Bürgermeister Kurt Förster sprach ein Grußwort und hob die Notwendigkeit des Rothenburger Kreisverbandes und im Allgemeinen der evangelischen Landjugend hervor. Er verglich die jeweiligen Ortsgruppen mit den Feuerwehr-Vereinen. Sie seien als sozialer Verband wichtig und nicht wegzudenken. Außerdem sprach er den Landjugendmitgliedern Mut zu, an ihrem Tun und der Durchführung von Veranstaltungen festzuhalten. Er wies darauf hin, dass aus dem Landjugendfest Windelsbach mehr oder weniger das „Taubertal-Festival“ entstanden sei. Ihre ersten Veranstaltungen und Konzerte hätten Volker Hirsch und Co. in Windelsbach konzipiert. Es waren ihre ersten Gehversuche im Veranstaltungsgeschäft, welche am Ende eines der beliebtesten deutschen Festivals hervorbrachten. Was der Verband und seine Ortgruppen in Zukunft noch hervorbringen werden, bleibt abzuwarten. Der Jubiläumsabend jedenfalls bot schon einmal genug Zeit dafür, sich Gedanken über die nächsten 60 Jahre zu machen.

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