Mit einem breiten Bündnis von Organisationen aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, Handwerk, Verbrauchern und der Gesellschaft will Landwirtschaftsminister Helmut Brunner den bayerischen Ökolandbau voranbringen. Diese Initiative unterstützt die Evangelische Landjugend von Anfang an.

Gründungsmitglied im Ökopakt des Landwirtschaftsministeriums

„Die Landwirtschaft befindet sich derzeit in einer großen Umbruchphase“ stellt Gerhard Schleier anlässlich der Gründung des Ökopakts fest. In diesem Zusammenhang ist es dem kirchlichen Jugendverband ein wichtiges Anliegen, dass „junge Landwirte auch künftig gute Zukunftsaussichten haben“, so Schleier. Gemeinsam bekennen sich die 20 Partner zum grundlegenden Bündnisziel bis 2020 eine Verdoppelung der Öko-Landwirtschaft in Bayern anzustreben. Dazu bringt sich jede Organisation mit ihren Stärken ein: die ELJ ist als Trägerin von Maßnahmen und Projekten in der Umweltbildung tätig und sucht in Diskussionen, Stellungnahmen und Positionen den gesellschaftlichen Dialog. Im aktuellen Jahresthema „Mach dich frei – für neue Energie“ thematisieren junge Menschen Fragen der Zukunft ländlicher Räume oder der Nachhaltigkeit.

Zeichen für Bio und Regio

Die inhaltliche Auseinandersetzung ist für den Landesvorsitzenden Stefan Kittsteiner ein wichtiges Anliegen. Er sieht die Gefahr, dass ökologische Landwirtschaft gegen die konventionelle Herstellung ausgespielt wird. „Wir wollen ein Zeichen für Bio und Regio setzen und gleichzeitig eine gegenseitige Ausgrenzung vermeiden“. An der Landesversammlung des Agrarsozialen Arbeitskreises (am Sonntag, 29. November 2015 ab 10 Uhr im EBZ Pappenheim) diskutieren die Teilnehmenden mit Friedrich Gronauer-Weddige (Leiter der Technikerschule und HLS Triesdorf) zum Thema „Schwieriger Markt – lohnt sich eine Umstellung auf „Öko“?“ die Bedingungen einer Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft.

Nebeneinander der unterschiedlichen Produktionsverfahren

ELJ Agrarreferent Peter Schlee gibt für die Diskussionen zu bedenken, dass es „viele gleichberechtige Betriebsrichtungen und Einkommensmöglichkeiten“ gibt –­ eine davon ist die ökologische Landwirtschaft. Schließlich geht es der ELJ darum, die Entwicklungschancen ökologischer Produktionswege zu nutzen und um ein harmonisches Miteinander mit Herstellern konventioneller Landwirtschaft. „Die Zukunft des ländlichen Raums liegt der ELJ schon seit jeher am Herzen und dazu gehören beide Bereiche der Lebensmittelproduktion.“

Mehr Informationen auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums.

TEILEN: Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on PinterestDigg thisPrint this pageEmail this to someone