Einige Stalleinbrüche in den letzten Jahren – so auch in der Region Hesselberg – waren Anlass für den Agrarsozialen Arbeitskreis Dinkelsbühl, sich über Einbruchschutz zu informieren. Laut Armin Knorr von der Kriminalpolizei wird in den letzten Jahren verstärkt im ländlichen Raum eingebrochen.

Um sich zu schützen, sollen die vier Säulen des Einbruchschutzes beachtet werden. Ganz am Anfang steht das eigene Verhalten: Denn „Bei mir ist nichts zu holen“ oder „Ich bin ja versichert“ sind typische Aussagen, die Einbrechern ihr Handwerk erleichtern. Weitere Säulen sind mechanische Sicherungen, Überfall- und Einbruchsmeldeanlagen und die Videoüberwachung.

Speziell in der Landwirtschaft ist eine gewisse Unbekümmertheit zu beobachten, so der Referent. Motorsägen oder Elektrowerkzeug liegen oft offen in Hallen und sind von weitem zu sehen. Einbrecher sehen diese Teile und kehren später zurück um sich zu bedienen.

Helfen kann mechanischer Einbruchsschutz in Fenstern und Türen. Denn Einbrecher kommen überall hinein, jedoch ist entscheidend, wie lange sie dafür brauchen. Je länger es dauere, ein Fenster oder eine Tür aufzuhebeln, desto wahrscheinlicher werden Verbrecher gegebenenfalls gestört. Alarmanlagen nützen nur dann, wenn sie mit Meldeeinrichtungen verbunden sind. Bei einer Videoüberwachung sind unbekannte Täter meist schwer zu identifizieren.

Hauptkommissar Knorr empfahl, Wertsachen als Listen mit Beschreibung und Foto zu dokumentieren, um bei einem Diebstahl der Polizei genaue Beschreibungen liefern zu können.

(Text und Foto: Jürgen Eisen)