Der ELJ-Kreisverband Ansbach erhielt den Freiherr Wilhelm-von-Pechmann-Preis der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. In einem Festakt in der St. Markus Kirche München überreichten die Regionalbischöfin und Ständige Vertreterin des Landesbischofs Susanne Breit-Keßler und Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel die Auszeichnung an ELJ-Landesvorsitzende Nadine Bentheimer, Kreisvorsitzenden Sebastian Lieret und ELJ-Bildungsreferentin Regina Wenning.

„Die Auszeichnung mit diesem Preis motiviert uns in der Jugendarbeit, sich weiterhin mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen“, freute sich Sebastian Lieret . Den Pechmann-Preis erhielt die ELJ für die beiden Veranstaltungen:

„Auch heute noch ist es unheimlich wichtig, das Bewusstsein für die Gefahren des Rechtsextremismus aufrecht zu halten. Mit diesen Veranstaltungen wollten wir junge Menschen über die Geschehnisse um den Nationalsozialismus in unserer Heimat aufklären“, sagte Nadine Bentheimer.

Unterstützt wurden die Jugendlichen bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung durch Bezirksreferentin Regina Wenning. „70 Jahre nach Kriegsende sollte man meinen, Äußerungen wie eine unterschiedliche Qualität in Hinblick auf Herkunft, Aussehen und Kultur, gehören der Vergangenheit an“, sorgt sich die Pädagogin in der momentanen gesellschaftlichen Situation. Mit Ärger betrachtet sie wie die „Hetzjagd auf die Demokratie“ mit rechtspopulistischen Äußerungen wie der „Schutz der deutschen Rasse“ oder des „Abendlandes“ neue Formen annähme.

Genau deswegen seien solche Veranstaltungen für junge Menschen wichtig. Schließlich habe die ELJ einen Auftrag zu erfüllen, der 1953 in ihrer Satzung so beschrieben wurde: „die Entwicklung junger Menschen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern und christliche Verantwortung auf der Grundlage des Evangeliums von Jesus Christus wahrzunehmen um sich eine eigene Meinung bilden zu können.“

In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Wolfgang Sommer, Neuendettelsau, das Engagement des Kreisverbandes Ansbach der Evangelischen Landjugend. „Bei beiden Veranstaltungen schlugen die Jugendlichen einen Bogen in die Gegenwart und fragten danach, wie wir unsere Demokratie schützen können“, sagte er. In Ansbach, das im sog. Dritten Reich von starker Anhängerschaft an den Nationalsozialismus geprägt gewesen sei, haben die Verantwortlichen eine große Aufmerksamkeit erreicht. Er freue sich daher die Auszeichnung überreichen zu dürfen und gratuliert den Jugendlichen: „Herzlichen Glückwunsch!“

>> Laudatio von Prof. Dr. Wolfgang Sommer zum Nachlesen!

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