Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt informiert sich bei der Standaktion der Evangelischen Landjugend über Konzepte zur Bewältigung des demographischen Wandels.

„Jugendverbandsarbeit leistet einen wichtigen Beitrag für ländliche Entwicklung“, betonte Agrarminister Christian Schmidt bei seinem Besuch am Messestand der Evangelischen Landjugend (ELJ) auf der Grünen Woche in Berlin. Unter dem Motto „Denkwerkstattwandel – Demografie: ejl – den Wandel gestalten“ präsentiert eine Delegation der ELJ mit der stellvertretenden ELJ-Landesvorsitzenden Maria Hertle Konzepte, wie Landjugendarbeit im Wandel besteht.

Dass Christian Schmidt die Entwicklung ländlicher Räume zu einem Schwerpunktthema in seinem Ministerium machen will, ist offensichtlich. Im Oktober hatte er erklärt, rund eine Milliarde Euro in ländliche Regionen investieren zu wollen, zehn Millionen davon in ein neues Programm „Leben und arbeiten“. Das hohe ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung gerade in den ländlichen Räumen sei für ihn Motivation: „Es sind die Unternehmer und Ehrenamtlichen, es sind die Bauernverbände, es ist die Landjugend und es sind die Landfrauen – um nur einige der vielen wichtigen Akteure zu benennen“, sagte Schmidt in seiner Rede zur Eröffnung der Grünen Woche.

„Jung sein auf dem Land, hat sich massiv verändert“, erklärt Dr. Karsten Schulz, Referent für ländliche Räume bei der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland, dem Bundesverband der ELJ. Am Messestand wird dieser Wandel spürbar. Bilder zeigen ländliche Jugendwelten von den Siebziger Jahren bis heute: Jugendräume, Kinderzimmer, Alltagsgegenstände. Auf einem Bamboleo-Spiel können die Besucher anhand von Bausteinen versuchen, die ländliche Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Um dem Wandel zu begegnen, bauche Jugendarbeit heute mehr Ressourcen als früher. „Wo früher Traditionen einfach weiter gegeben wurden, müssen wir heute Kommunikationsprozesse initiieren“ bringt es Maria Hertle, stellvertretende ELJ-Landesvorsitzende auf den Punkt. Der demographische Wandel verstärke diese Entwicklung noch. Am Beispiel der Prävention von Rechtsextremismus erläuterte ELJ-Referent Jürgen Kricke die Herausforderung. Der demographische Wandel auf dem Lande führe zu Strukturverlusten, die dem Rechtsextremismus Tür und Tor öffneten. Mit dem Projekt „Plurability“ vermittle die ELJ jungen Menschen Kompetenzen die Vielfalt als Wert zu schätzen und zu organisieren.

Die „Denkwerkstattwandel – Demografie: ejl – den Wandel gestalten“ befindet sich in der Sonderschau „Hier wachsen Ideen!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschat in Halle 23a auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Sie ist noch bis 25. Januar 2015 geöffnet.

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