Spaß, Wertschätzung, Essen und Partnerbörse sind Gründe, warum Mädels und Jungs zur ELJ kommen. Damit bestätigen die mehr als 60 Teilnehmende die Ergebnisse der ELJ Studie „WIR Landjugend“. Die Eröffnung der 109. Landesversammlung am Freitag Abend stand unter dem Motto „No woman, no cry – echte Geschlechtergerechtigkeit in der ELJ“.

Weil die ELJ deutlich mehr Jungs als Mädchen erreicht >>, machten sich die Delegierten Gedanken wie dieses Verhältnis ausgeglichen werden kann. „Sexy“ – ganz nach dem 80er-Jahre-Hit von Marius Müller Westernhagen – stieg die Referentin des Tages, Diplom-Sexualpädagogin Johanna Mludek, ins Schwerpunktthema ein. In geschlechterhomogenen wie -heterogenen Diskussionsrunden und einem Rollenspiel tauschten sich die Landjugendlichen über Interessen und Wünsche des anderen Geschlechts aus. Dabei standen verschiedene Rollenbilder, Verführungsstrategien und unterschiedliche Aspekte von Attraktivität im Mittelpunkt. Die 33-jährige Sexualberaterin rief die Jugendlichen dazu auf, traditionelle Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.

Auch bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen warb sie für einen entspannten Umgang. „Homosexualität ist eine Veranlagung, das ist keine Krankheit und ist nicht erlernt.“ Oft gehe es bei der sexuellen Orientierung darum, eine romantische Beziehung mit einem Gegenüber einzugehen.

Den Jugendlichen empfiehlt sie für ihren weiteren Weg mehr Komplimente zu machen: schließlich tue es gut sie zu empfangen, man sagt es nur zu wenig. Für die Teilnehmenden seien außerdem eine schöne Raumgestaltung, Mitbestimmungsrecht und aufgeschlossene Ältere in den Ortsgruppen sowie coole Jungs wichtige Erfolgsfaktoren, um eine ausgewogenes Miteinander zu fördern.

 

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