Agrarsoziale Arbeitskreise besichtigen Praxisprojekte für erneuerbare Energien

Elektroautos sind sparsam und umweltfreundlich – trotzdem verzeichnen sie in Deutschland nur eine mäßige Nachfrage. Um den Vorteilen der Elektroautos auf den Grund zu gehen, haben die beiden Agrarsozialen Arbeitskreise der Evangelischen Landjugend – Neustadt/Aisch und Erlangen-Höchstadt – zu einer Abendveranstaltung in die Morgentau Wirtsstube nach Möhrendorf eingeladen.

Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands Leo Seitz ist seit vielen Jahren Tüftler und Vorreiter in Sachen erneuerbare Energie. Wie er in seinem Vortrag den Gästen des ASA darlegte, geniesst die Einparung von Energie angesichts des weltweiten Klimawandels hohe Priorität. Da ein Drittel des Energieverbrauchs auf das Konto des Verkehrs geht, ist hier ein großes Potential der Einsparung vorhanden.

Die Energieerzeugung aus fossilen Energien ist aus Umweltgründen kritisch zu sehen. So entstehen beim Verbrennen von einem Liter Heizöl bzw. Diesel mehr als drei Kilogramm klimaschädliches Kohlendioxid. Auf der anderen Seite stößt die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien an Grenzen, was wiederum die Nutzung von Einsparpotentialen wichtig macht. Beispielsweise benötigt ein Mensch jährlich zur Deckung seines gesamten Energieverbrauchs die Energiemenge, welche 4000 Liter Heizöl entspricht. Eine Windkraftanlage kann demgegenüber rein rechnerisch den Energiebedarf von 100 Menschen decken.

Solarstrom ist laut Seitz derzeit die billigste Form der Gewinnung erneuerbarer Energien, allerdings bestehen Grenzen bezüglich der Speicherung des am Tag erzeugten Stroms in Batterien. Seitz plädierte dafür, den tagsüber erzeugten Sonnenstrom zum Laden des Energiespeichers von Elektroautos zu nutzen. Im Gegenzug kann die Batterie des Fahrzeugs am Abend oder in der Nacht dazu dienen, den Strom für den Haushalt zu liefern. Von daher bieten Elektroautos, die Seitz als „Wunderwerk der Technik“ betrachtet, eine breite Nutzungsmöglichkeit. In den letzten Jahren sind Elekroautos wesentlich billiger und damit erschwinglicher geworden. Dieser Sichtweise schloß sich auch Hartmut Fehler von der UmweltBank Nürnberg an. Er war zu dem Termin mit einem elektrobetriebenen Sportwagen der Bank angereist, den er den interessierten Teilnehmern der Veranstaltung vorführte. Auch Seitz reiste im Elektroauto an, als praktizierender Landwirt im geländegängigen Fabrikat.

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